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Italienaustausch 2015: Das Reisetagebuch

Montag, 16.03.2015

Der erste Tag unseres Schüleraustausches begann bereits sehr früh. Wir trafen uns um 3:45 Uhr am Sulinger Gymnasium. Von dort aus ging es dann mit einem Bus zum Flughafen nach Hannover, dort angekommen hoben wir um halb sieben mit dem Flugzeug ab Richtung Stuttgart. In Stuttgart hatten wir dann noch ein bisschen Zeit bis unser nächster Flug nach Italien startete. Schon dort merkte man, dass die Aufregung und Spannung bei allen stieg. Um ca. zehn Uhr saßen wir dann endlich im Flieger nach Bari und sind dort etwa 1 ½ Stunden später gelandet. 

Am Flughafen hat bereits eine Lehrerin auf uns gewartet und ist mit uns dann per Bus zur Schule in Putignano gefahren. Als wir ankamen warteten unsere Austauschschüler und ihre Familien bereits auf uns. Sie bescherten uns einen sehr warmen und herzlichen Empfang. Unter anderem hatten sie ein großes schönes Banner für uns vorbereitet. Nach dem sich alle gefunden hatten zerstreuten wir uns und gingen zu den Familien nach Hause. Dann gab es auch schon das erste Mittagessen in der neuen Familie. Danach konnten wir unsere Sachen einräumen und kurze Zeit später trafen sich alle in der Schule. Als alle dort angekommen waren ging es auch schon mit dem geplanten Programm los. 

An diesem Tag besichtigten wir die Altstadt. Wir erfuhren viel über den in Putignano berühmten alljährlichen Karneval und diverse Gebäude, vor allem die alten Kirchen. Zudem besuchten wir ein kleines Museum, das über den Karneval in Putignano informiert. Dort gab es viele ausgefallene Figuren und Bilder über die Geschichte des Karnevals. Am Ende dieser Führung besuchten wir große Hangars, in denen riesige Karnevalswagen mit Figuren aus Papiermasche in nur kurzer Zeit hergestellt wurden. Danach ging es wieder nach Hause in die Familien und es gab Abendessen. 

Am Ende sind wahrscheinlich alle ein bisschen müde und erschöpft ins Bett gefallen.

Maren (Mitte, mit Virginia und Erica)

Maren (Mitte, mit Virginia und Erica)

Niklas (links, mit Andrea)

Niklas (links, mit Andrea)


 

Dienstag, 17.03.2015

Heute, Dienstag, der 17.03.2015, haben wir uns morgens um 8.30 Uhr an der Schule in Putignano getroffen. Manche kamen mit Zug, andere mit Auto oder zu Fuß. Die meisten sahen aber noch sehr müde von der langen Anreise aus.

Von der Schule wurden wir von ein paar Eltern und Lehrern zu einer Firma in Putignano gebracht, die wir dann besichtigt haben. Der Name der Firma ist „ICAM“, sie ist ein Familienunternehmen, das von fünf Brüdern geleitet wird. Dort werden Lagerungssysteme für Büros, Industrie und Krankenhäuser hergestellt. Als erstes haben sie uns ein paar allgemeine Informationen über ihre Firma erzählt, z.B. etwas über die Gründung, in welche Länder sie exportieren und was für Produkte sie im Sortiment haben. Dann haben wir die Büros und die Produktionshalle besichtigt.

Anschließend wurden wir von den Eltern und Lehrern zu einer Käsefabrik gebracht. Dort wurde uns etwas über die Herstellung von Käse, vor allem über die Herstellung von Mozzarella erzählt und gezeigt. Schließlich durften wir sogar ganz frischen Käse probieren, der sehr gut schmeckte und natürlich nicht mit dem abgepackten Käse aus Deutschland zu vergleichen ist.

Um 12.30 Uhr sind wir in unsere Gastfamilien gegangen und haben Mittag gegessen.

Um 15 Uhr sind wir dann mit dem Zug nach Alberobello gefahren, wo wir eine lange Stadtführung gemacht haben. Die Stadtführerin hat uns auf Englisch etwas über die Geschichte der Stadt, die Kirche, aber vor allem über die Trulli erzählt. Trulli sind kleine Hütten, die typisch für die Region sind und aus Steinen gebaut werden. Früher haben die Menschen in der Region in diesen Häusern gelebt, da sie dicke Wände haben und so gut isoliert sind, aber auch weil sie ohne Zement gebaut wurden (d.h. die Steine wurden einfach übereinander gelegt) und so zerstört und wieder aufgebaut werden konnten, wann immer die Menschen wollten (z.B. wenn der Steuereintreiber kam).

Als wir gegen 19 Uhr wieder in Putignano und dann in den Gastfamilien angekommen sind, hatten wir noch etwa ein eineinhalb Stunden Zeit, bis wir uns Austauschschüler in zwei Gruppen getroffen haben. Eine Gruppe war bei Alessia und eine Gruppe bei Erika zu Hause. Bei beiden haben wir viel geredet, gelacht und Gesellschaftsspiele gespielt.

Anna-Maria (rechts, mit Pamela)

Anna-Maria (rechts, mit Pamela)

Jessica (links, mit Ilaria)

Jessica (links, mit Ilaria)

Madleen (links, mit Antonella)

Madleen (links, mit Antonella)


 

Mittwoch, 18.03.2015

Am Mittwochmorgen sind wir wie gewöhnlich zu der Schule gegangen und haben uns einen Film über die Natur sowie über die Sehenswürdigkeiten Apuliens angeguckt.

Später haben dann viele von uns in dem Klassenraum unserer Austauschschüler gegessen, was von echtem Vorteil war, denn so konnten wie einander besser kennenlernen. Es war besonders wichtig, denn ab diesem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, als würde man sich schon seit vielen Jahren kennen.

Anschließend sind wir von der Schule aus zu einer Tropfsteinhöhle in Putignano gegangen, die nur 80 cm unter der Erdoberfläche direkt unter einem Trullo beginnt und in die man durch steile Treppen einsteigen konnte. Sie war recht klein, aber ganz beeindruckend.

Am Nachmittag sind wir dann alle gemeinsam nach Bari mit dem Zug gefahren und haben uns diese wunderschöne Stadt angeguckt. Das schönste an Bari war der Blick, den man auf das Meer hatte, sowie der Gang durch die Einkaufspassagen in der Innenstadt. Das einzige Manko war nur, dass wir in Bari nur eine Stunde zur freien Verfügung hatten, was ein bisschen zu wenig war, um sich alles genau anzugucken.

Am Abend haben wir dann noch Felisias (Austauschschülerin) sowie Niklas seinen Geburtstag in einem alten Gemäuer mit knapp 90 Gästen reingefeiert. Das war sehr schön, denn alle waren eingeladen und man konnte neue Menschen kennenlernen, die eigentlich gar nichts mit dem Austausch zu tun haben.

Alles in allem war das für uns (Michel, Paul und Nico) der schönste Tag an der Woche in Italien.

Michel (mit Pamela)

Michel (mit Pamela)

Nico (mit Rossana)

Nico (mit Rossana)

Paul (mit Virginia)

Paul (mit Virginia)


 

Donnerstag, 19.03.2015

Der Tag begann für uns mit dem Aufstehen um 07:00 Uhr. Wir haben uns fertig gemacht und haben gefrühstückt . Dann fuhren wir zum Treffpunkt an der Schule. Dort holte uns ein Bus gegen 08:15 Uhr ab und wir fuhren nach Matera. In Matera haben wir zuerst eine Stadtführung gemacht, dort haben wir uns die Landschaft und die Altstadt angeguckt, dort waren typische Häuser welche ,,sassi´´ genannt werden. Wir hatten eine Führerin, die alles auf englisch versucht hat zu erklären. Dieses gelang ihr allerdings nicht immer und die Stadtführung wurde zum Teil unverständlich und langweilig. Gegen Mittag gingen wir in die Innenstadt und dort haben wir unser mitgebrachtes Mittagessen gegessen und hatten von 13:30 bis 17:00 Freizeit. Die Freizeit haben wir in kleinen Gruppen verbracht. Wir Mädchen gingen zuerst shoppen aber dieses war nicht so einfach, da alle Läden bis auf einen geschlossen waren und erst um 16.30 Uhr wieder öffneten, deshalb waren wir erst an den Rand der Altstadt gegangen und haben ein paar Fotos gemacht. Später sind wir in ein Cafe gegangen und haben Kaffee und Kuchen gegessen und getrunken, die anderen waren in der Zeit Eis essen oder haben in der Sonne geschlafen. Um 17:00 Uhr haben wir uns dann wieder getroffen und sind gemeinsam zum Bus gegangen. Dieser brachte uns wieder zurück zur Schule und jeder ist wieder zurück nach Hause gegangen. Den Abend verbrachten wir mit unserer Gastfamilie.

Der Tag war eigentlich ganz schön und gut geplant, allerdings war die Stadtführerin nicht die beste und da wir sehr viel Freizeit zum falschen Zeitpunkt hatten in der wir nichts machen konnten, war der Nachmittag auch ein wenig langweilig.

Laura (links, mit Donatella)

Laura (links, mit Donatella)

Hannah (mit Davide)

Hannah (mit Davide)


 

Freitag, 20.03.2015

Am Freitag (20. März) hat jeder von uns und den Italienern ein kleines Modell von einem Trullo, einem typischem Haus in Apulien, gemacht. Danach hatten wir zusammen Deutsch-Unterricht in dem wir ein italienisches Lied namens „Nel blu dipinto di blu“ (auch bekannt als „Volare“) von Domenico Modugno gehört und uns über Ostern unterhalten haben. Mittagessen gab es dann in den jeweiligen Familien.

Am Nachmittag sind wir an die Küste gefahren, als erstes nach Polignano, dem Heimatort von dem Künstler, dessen Lied wir am Nachmittag gehört haben. Dort sind wir die Küste entlang gegangen mit einem kurzen Stopp an einem kleinen Steinstrand. Danach haben wir mit einem Straßenmusiker das zuvor in der Schule gehörte Lied gesungen. Dann sind wir auch schon weiter nach Monopoli gefahren, wo uns in einer Führung die Stadt und abschließend der Hafen gezeigt wurden. Danach sind wir wieder zurück in die Familien gefahren, wo es Abendessen gab.

Im Allgemeinen hat uns der Austausch sehr gut gefallen, weil man das Land einfach ganz anders kennen gelernt hat als im Urlaub. Trotzdem hätten wir uns manchmal etwas mehr Zeit in den Städten, die wir besucht haben, gewünscht, da wir ein sehr volles Programm hatten.

Mit unseren Partnern sind wir aber sehr gut ausgekommen.

Silja (rechts, mit Vanessa)

Silja (rechts, mit Vanessa)

Martje (links, mit Alessia)

Martje (links, mit Alessia)


 

Samstag, 21.03.2015

Wir haben uns um 8:30 Uhr an der Schule getroffen, um dann gemeinsam ohne die Italienern zum Papiermaché-Workshop zu gehen. Der Workshop fand in einer der großen Hallen statt, wo die Karnevalswagen gebaut werden. Als wir dort angekommen sind, hat uns ein dort anwesender Arbeiter erklärt, wie wir sowas selber herstellen können. Wir haben uns an die jeweilige Form gestellt, die wir aus Papiermaché machen wollten, dann hat er erklärt, dass wir erst drei normale Zeitungen mit Kleister zusammenkleben müssen, um dann damit die Form auszufüllen. Diese Zeitung haben wir in kleine Stücke gerissen und unsere Form damit ausgelegt. Als wir diese Schicht fertig hatten, haben wir sechs rote Zeitungen zusammengeklebt und auf die normale Schicht gelegt, als diese fertig war, haben wir vier gelbe Zeitungen zusammengeklebt und zusätzlich auf die anderen Schichten geklebt. Wir fanden, dass es sehr interessant war zu wissen wie die Karnevalswagen hergestellt werden.
Als wir das fertig hatten war es 10:30 Uhr, dann sind wir mit einer italienischen Studentin zu „famila“ gegangen und haben uns dort Lebensmittel gekauft. Gegen 11:15 Uhr waren wir dann an der Schule und sind in den Klassenraum von den Italienern gegangen. Als es 13 Uhr war sind wir in den großen Saal gegangen und dort haben die Lehrer uns verabschiedet und danach haben wir die Bilder, die in der Woche gemacht wurden, angeguckt. Es haben viele geweint, weil das so emotional war, denn es war sehr schade und traurig, dass es dann schon fast vorbei war. Da es sehr schön war und man sich so schnell mit den Italienern angefreundet hat. Danach haben wir mit den Gastfamilien in der Schule gegessen, denn alle Eltern haben etwas für ein Bufett mitgebracht. Dann haben wir ein Gruppenbild gemacht.

Am Nachmittag waren wir (Silvia, Pauline und Milena) bei Erika Zuhause und haben uns für den Abend fertig gemacht. Abends haben wir uns mit Freunden von Erika und Silvia in Putignano getroffen und sind mit denen Pizza essen gegangen, es war sehr lustig. Danach sind wir zu Erika Daprile gefahren und haben dort alle zusammen geschlafen. Wir fanden den Tag sehr schön, weil wir viel Freizeit hatten und so machen konnten, wozu wir Lust hatten.

Milena (links, mit Erika)

Milena (links, mit Erika)

Pauline (links, mit Silvia)

Pauline (links, mit Silvia)


 

Sonntag, 22.03.2015

Weil wir am Samstag spät im Bett waren und am Sonntag keine Schule ist, konnten wir alle ausschlafen. Nachdem wir ungefähr um 11.00 aufgestanden sind, hat jeder Schüler in seiner Gastfamilie ein typisch Italienisches Frühstück bekommen. Es gab leckere Butterkekse namens Macine mit Milch und Kaffee. Einige Familien sind anschließend in ein großes Shoppingcenter gefahren, andere sind erst nach dem Mittagessen nachgekommen. Die Shopping-Mall war in der Nähe von Putignano. Um 16.00 trafen wir uns alle an einem Treffpunkt in dem Shoppingcenter und sind dann anschließend alle zusammen shoppen gegangen und haben uns verschiedene italienische Läden angeguckt, wie zum Beispiel den Laden ,,Terranover". Wir haben uns in einem Laden namens ,,Bershka " schwarze typisch italienische Schuhe zum Schnüren gekauft, um den italienischen Style mit nach Deutschland zu nehmen, da wir uns in den Style der Italiener verliebt haben. Am Abend, nach dem stundenlangen und anstrengenden Shoppen, sind die meisten Familien wieder nach Hause nach Putignano gefahren.

Einige Schüler sind noch am Abend zusammen zu Mecces gegangen, andere aßen zuhause mit Freunden Pizza. Spät am Abend fingen wir an unseren Koffer zu packen und sind dann ungefähr um 23.00 Uhr schlafen gegangen.

Monique (rechts, mit Felisia)

Monique (rechts, mit Felisia)

Paula (links, mit Erika)

Paula (links, mit Erika)


 

Montag, 23.03.2015

Es war soweit, der Tag der Abreise war gekommen. Zunächst sind wir ganz normal aufgestanden. Die letzten Reste des Koffers waren gepackt. Es wurde noch gut gefrühstückt und die meisten mit mehr als ausreichend Essen für die Reise versorgt.
Dann folgte leider schon der erste Abschied von der Familie, wo teilweise schon die ersten Tränen flossen. Anschließend ging es zur Schule. Dort kamen noch einmal alle Austauschschüler und Lehrer zusammen. In Andenken an den Besuch in der Käsefabrik und das allgemein sehr leckere Essen wurden uns noch Mozzarella-Schnuller überreicht und diese wurden schnell in den Koffern verpackt. Von der Deutschlehrerin der Italiener organisiert, durfte Donatella Niklas auf Deutsch über unsere Schule interviewen. An dieser Stelle großes Kompliment an die Italiener, das Deutsch war echt gut!

Danach haben wir noch kleine Feedbackbögen für die Italiener ausgefüllt und die Lehrer verabschiedeten sich. Anschließend wollten wir uns das Abschiedsvideo noch einmal angucken. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten gelang uns dies letztendlich doch noch. Traurig über den folgenden Abschied flossen erneut große Tränen. In allgemein bedrückter Stimmung ging es dann unter Drängen der Lehrer zum Bus. Keiner wollte so recht nach Hause.

Am Flughafen in Bari mussten erst einmal einige Koffer umgepackt werden, da die enthaltenen Nudeln einfach zu schwer waren. Beim Einchecken gab es dann erneut technische Probleme, sodass die Laune bei einigen nicht gerade besser wurde.
Nachdem wir das Einchecken dann hinter uns gebracht hatten, ging es dann zum Glück ohne große Probleme durch die Sicherheitskontrolle. Für Verwirrung sorgten allerdings zunächst die verschiedenen Gates auf den Tickets. Das richtige war aber schnell gefunden und wir alle schnell im Flugzeug verstaut. Das bunte Tauschen dauerte allerdings seine Zeit und kostete so manch einen anderen Fluggast sicherlich Nerven.

Die Sicherheitsansage im Flugzeug erfolgte in interessantem Dialekt, der zu der allgemeinen Erheiterung beigetragen hat. Als es dann losging war das Wetter der Abschiedsstimmung entsprechend trostlos. Beide Flüge verliefen ohne besondere Vorkommnisse und auch in Stuttgart haben es (diesmal) alle geschafft innerhalb der Sicherheitskontrollen zu bleiben. In Bremen holten wir dann schnell alle Koffer und sind alle zu McDonald's, da wir ja nach dieser Woche alle das ständige Essen gewohnt waren.

Nach einem Stopp in Neuenkirchen, wo wir uns von Niklas, Nico und Paul verabschiedeten, kamen wir alle wohlbehalten und müde in Sulingen an, wo wir herzlich begrüßt wurden.

Letztendlich blicken wir auf eine wirklich schöne Zeit zurück und freuen uns schon auf den Gegenbesuch der Italiener.

Julia (links, mit Paola)

Julia (links, mit Paola)

Chiara (links, mit Cristina)

Chiara (links, mit Cristina)


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