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Namibia-Blog

Dienstag, der 10.11.2015

9. November

Heute haben wir von Walvis Bay aus eine Bootstour unternommen. Relativ bald wurden wir von einer Pelikandame begleitet, die zur Belohnung ein paar Fische bekam. Wir lernten, dass wir (zumindest in der Paarungszeit) das Geschlecht eines Pelikans an der Farbe des Bereichs um die Augen erkennen können.

Dann kam Niklas: ein ausgewachsener Kapseebärbulle, der sich mit Fischen bestechen ließ und ein Touristenboot nach dem anderen aufsuchte.

Unter den Meeresvögeln waren auffällig die Kapkormorane, Dominikanermöven, Säbelschnäbler und die Rosa- und Zwergflamingos.

Auf dem Weg passierten wir Austernfarmen, in denen Pazifische Austern gezüchtet werden. Später haben wir diese auch probieren dürfen.

Schließlich folgten wir den anderen Booten aufs Meer hinaus zu den Großen Tümmlern.

Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen. Wir hoffen aber, unsere namibischen Klimascout-Partner nächstes Jahr bei uns begrüßen zu dürfen.

Morgen hoffen wir dann trotz des UFO-Streiks wieder nach Deutschland und übermorgen irgendwie wieder nach Hause zu kommen. (89,125 Tage zu Fuß ohne Pause; 11.273 km, auf der Transsaharoute).

 

Niklas

Niklas

Tümmler

Tümmler

Abschied

Abschied

 

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Montag, der 09.11.2015

8. November

Auch am Sonntag mussten wir einigermaßen früh aufstehen. Um 9.00 Uhr holte uns Eben, ein junger Damara, am Hotel ab, um uns durch Mondesa zu führen.

Zu Beginn besuchten wir Oma Lina, Oberhaupt der Damara von Swakopmund. Die fast neunzigjährige Dame sprach fließend Deutsch. Eben erzählte uns auf Englisch etwas über seinen Stamm. Die Damara zählen zu den Ureinwohnern Namibias und sprechen eine Sprache mit vier Klicklauten, die wir später in einem kleinen Laden üben konnten. Aber unsere Zungen sind für diese Sprache wohl nicht geschaffen.

Auf dem Foto könnt ihr uns mit der alten Dame sehen.

Als nächstes lernten wir die Herero Naftalina Mauha kennen, die uns etwas über die für uns befremdlichen Familienstrukturen der Herero erzählte. Sie begrüßte uns in der Herero-Tracht, die auf die Kolonialzeit zurückgeht. Naftalina betreut ein Projekt für Waisenkinder mit derzeit 20 Kindern im Alter von 9 Monaten bis 25 Jahren. Naftalina bezeichnete AIDS und Arbeitslosigkeit als die beiden größten Probleme Namibias, Eben nannte zudem Alkoholmissbrauch.

In den an das übrige Swakopmund grenzenden Bereichen erschien uns das Township gar nicht so ärmlich. Zwischen kleineren Häusern gab es durchaus auch gut zurecht gemachte, jedes Haus hatte Wasser und Strom. An Mondesa aber schloss sich eine Siedlung mit „wooden houses“ (aus Brettern, Sperrholz- und Hartfaserplatten) an. Wasser gab es auf „Prepaidkarte“ an den Straßenecken, zwei Familien müssen sich eine öffentliche Toilette teilen, Stromanschlüsse gibt es dort nicht.

Am Nachmittag trauten sich die Mutigsten von uns in den kalten Benguelastrom des Südatlantiks.

Morgen wollen wir dann auf den Südatlantik hinausfahren und hoffen Robben und Delphine zu sehen.

 

Mondesa

Mondesa

Oma Lina

Oma Lina

Im Meer

Im Meer

 

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Sonntag, 08.11.2015

7. November

Die Wüste lebt

Heute standen die „Little Five“ im Dorob National Park auf dem Programm. Mit Geländewagen fuhren wir durch die Namib, die älteste Wüste der Welt, und waren begeistert von den Fähigkeiten unseres Tour-Guides. Er begann damit, die „Wüsten-Tageszeitung“ zu lesen, d.h. die Spuren im Sand zu deuten: Schabrakenschakal, Hyänen, Skorpione, Schlangen, Hasen, Geckos, Eidechsen, Springmäuse, Skinke, usw. sind in der vergangenen Nacht unterwegs gewesen.

Das erste lebendige Tier, das der Guide ausgrub, war die "Dancing White Lady", die Radspinne, danach noch einen nachtaktiven Namibgecko. Auch eine kleine Sidewinder-Schlange (Zwergpuffotter) bekamen wir zu sehen. In einem trockenen Busch hatte sich ein Kaphase versteckt. Der Skink (eine beinlose Eidechse, Typhlacontias brevipes) war sehr fotoscheu: In Sekunden verschwand er im Sand. Ein paar Meter weiter lauerte in der trockenen Vegetation ein Wüstenchamäleon auf Beute. An der Leeseite der Dünen gingen "Tanzende Eidechsen" (Meroles anchietae, Wüsteneidechse) auf die Jagd. Sie erhielten zur Belohnung einen Wurm. Auch der Tok-Tokkie, ein Schwarzkäfer aus der Gattung Stenocara, war noch unterwegs.

Schließlich konnten wir noch das Wüstenpanorama genießen, lernten, dass Magnetit tatsächlich magnetisch ist, durften auf dem Dünenkamm spazieren gehen und eine Sandlawine auslösen.

Seit heute Nachmittag sind wir im Hansa Hotel untergebracht.

Morgen geht es dann nach Mondesa.

 

Bilder: Maximilian Albers

 

Radspinne

Radspinne

Auf der Düne

Auf der Düne

Puffotter

Puffotter

Wüstengecko

Wüstengecko

 

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Samstag, der 07.11.2015

6. November

Heute startete der Projekttag mit einem Film, der die Erdteile vorstellte. Da es nicht gelang, die englische Version einzustellen, konnten wir alles verstehen. Während des Films baute der Maskenweber in einem Baum vor dem Fenster weiter an seinem Beutelnest.

Später entwarfen wir ein (namibisches) umweltfreundliches Haus. Dabei wurde wieder deutlich, dass das uns unbekannte Wasserproblem hier eine zentrale Rolle spielt.

Am Nachmittag zeigten uns unsere namibischen Freunde den Bootsanleger (Jetty). In der Brandung saß ein einsamer Heuler (ein Kapseebär-Baby).

Am windigen Strand entlang gingen wir zum Aquarium, in dem die Fische der namibischen Küste gezeigt werden und man sich per Touch-Bildschirm über die Gegebenheiten der Küste und die Meeresströmungen informieren kann.

Anschließend besichtigten wir den Snake Park, wo hier heimische Reptilien und Spinnentiere zu sehen waren. Die Folgen von Bissen verschiedener Schlangenarten konnte man auf schockierenden Bildern betrachten.

Morgen fahren wir in die Wüste, u.a. um Schlangen zu beobachten – und wir ziehen um: ins Hansa Hotel.

 

Am Jetty

Am Jetty

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Heuler

Heuler

 

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Freitag, der 06.11.2015

5. November

Vormittags haben wir wieder den Unterricht besucht: Geschichte, Mathe, Kunst, Computer (Wir wissen jetzt wie man eine E-Mail schreibt und eine E-Mail-Adresse erstellt). Im Matheunterricht bekamen wir schwerere Aufgaben als die namibischen Schüler, damit wir uns nicht langweilten.

Am Nachmittag stand dann das Thema Treibhauseffekt auf dem Plan.

Was meint ihr? Ist der Treibhauseffekt gut oder schlecht?

Wir wissen jetzt: Im Prinzip ist der Treibhauseffekt gut, denn sonst hätten wir keine lebensfreundlichen Temperaturen auf der Erde, aber wenn die Treibhausgase wie CO2 weiter zunehmen, steigen die Temperaturen und das hat schlimme Folgen.

Was wir dagegen tun können und welche Folgen es hat, wenn wir nichts unternehmen, ist morgen Thema.

Heute Abend haben wir Zebras gesehen…
… auf dem Teller im „Brauhaus“.

 

Treibhauseffekt

Treibhauseffekt

Zebra

Zebra

Exotische Nummernschilder:

Exotische Nummernschilder: "My Way"

 

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Donnerstag, der 05.11.2015

4. November

Geschichte, Biologie, Deutsch, Kunst und Mathematik: Das waren die Schulfächer an diesem Morgen, aber auch die Unterhaltungen mit den namibischen Schülern und Schülerinnen kamen nicht zu kurz.

Im Deutschunterricht (Deutsch als Fremdsprache) wurde eine Klassenarbeit geschrieben. In Deutsch als Muttersprache ging es um Sprichwörter. Kennt ihr „Hinz und Kunz“? Sieht es bei euch in eurem Zimmer auch aus wie „Kraut und Rüben“?

Ehe wir uns am Nachmittag mit Klima und Wetter beschäftigten, haben wir zwei wilde Ölbäume gepflanzt, frei nach dem Motto:

„Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht oder mein Koffer heute immer noch nicht kommt; ich würde heute noch ein Ölbäumchen pflanzen.“

Aber der Koffer ist da!

Morgen früh gehen wir dann wieder mit in den Unterricht und am Nachmittag arbeiten wir an den Themen „Klimawandel, Treibhauseffekt und die Folgen“. Dazu morgen mehr!

 

Ein neu gepflanzter Baum

Ein neu gepflanzter Baum

Ein weiterer neuer Baum

Ein weiterer neuer Baum

Applaus

Applaus

Der Koffer ist da!

Der Koffer ist da!

 

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Mittwoch, der 04.11.2015

Der erste Tag an der Namib High School (NHS)

 

Nach einer netten Begrüßung durch Schüler und Lehrerinnen der NHS erfuhren wir von den Schülern einige interessante Fakten über Namibia. Anschließend haben wir uns, unsere Heimat und unsere Schule vorgestellt. In einem Film und einer anschließenden Führung durch Schüler der NHS erfuhren wir mehr über die namibische Küste und sahen Delphine und Südliche Pelzrobben in freier Natur. Das Klima an der namibischen Küste wird durch den kalten Benguelastrom bestimmt. Da kaltes Wasser kaum verdunstet, kommt der (seltene) Regen aus dem Osten (vom Indischen Ozean). Anschließend erlebten wir eine Physikstunde: 47 Schüler im Raum, Stühle für weniger und Tische für noch weniger Schüler.

Am Nachmittag hatten wir eine Stadtführung. Wir lernten dabei auch Einiges über die Geschichte und Bevölkerung Namibias. Die Geschichte spiegelt sich auch in den Straßennamen wieder: So findet man an den alten Häusern noch alte Straßennamen wie Kaiser-Wilhelm-Straße, die heute nach dem ersten Präsidenten Namibias Sam-Nujoma-Avenue heißt.

Morgen Vormittag besuchen wir zusammen mit den namibischen Schülern den Unterricht und am Nachmittag wollen wir Bäumchen pflanzen. Aber dazu morgen mehr!

Fotos: Josephine Schmidt

Leuchtturm von Swakopmund

Leuchtturm von Swakopmund

Namib High School (gegründet 1913)

Namib High School (gegründet 1913)

 

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Dienstag, der 03.11.2015

Ankunft in Swakopmund und die anschließende Wetter- und Landschaftsanalyse

 

Endlich haben wir es geschafft: Von Bremen nach München, von München nach Kapstadt (ungefähr 9150 km), und von Kapstadt nach Walvis Bay mit dem Flugzeug, und schließlich noch eine halbe Stunde mit dem Bus nach Swakopmund.

Auch unsere Koffer sind fast alle hier (6 von 7 ist doch ein guter Schnitt). Die sieben Stunden Wartezeit in Kapstadt wurden etwas erleichtert durch den tollen Ausblick bei sonnigem Wetter: Auf den berühmten Tafelberg und die Zwölf Apostel.

Morgen treffen wir uns dann mit Schülern und Lehrern in der Namib High School, aber davon dann morgen Abend mehr (wenn das Internet funktioniert).

Die besagte entspannende Landschaft

Die besagte entspannende Landschaft

 

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Montag, der 02.11.2015

Abreise vom Bremer Flughafen

 

Gestern, am 01.11.2015, ging die Reise für die 5 Klimascouts und Frau und Herrn

Wilhelmi los. Nach einem geglückten Abflug von Bremen um 16:50 Uhr (Flug LH2113)

kamen sie wie geplant um 18:05 Uhr in München an und flogen dann eine Stunde

später mit LH 574 nach Kapstadt weiter. Gelandet sind sie dann schließlich um 07:33 Uhr,

also vor ungefähr einer Stunde. Mit momentan 17°C hat die Gruppe es dort deutlich

wärmer als zuhause. Wir wünschen ihnen viel Glück bei der Weiterreise und hören heute

Abend mehr!

Die Klimascouts am Bremer Flughafen

Die Klimascouts am Bremer Flughafen

Ob sie in 9 Tagen wieder nach Hause wollen?

Ob sie in 9 Tagen wieder nach Hause wollen?

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Donnerstag, der 08.10.2015

Die Klimascouts in Namibia

 

In einigen Wochen fahren die Klimascouts mit Frau und Herrn Wilhelmi nach Namibia,

um dort unter anderem an der Namib High School in Swakopmund Projektarbeit mit

Schülern von dort zu betreiben. Weiterhin ist zum Beispiel am 7. Tag auch eine

Wüstentour mit einem einheimischen Reiseführer vorgesehen. Die Gruppe trifft sich am

1. November am Flughafen und hat ungefähr einen ganzen Tag Reise vor sich. Auf diesem

Blog wird dann täglich über ihr Erlebtes und die Ergebnisse der Projektarbeit berichtet.

Namibia Flagge

Namibia Flagge