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Meteorologie-AG besucht AWI in Bremerhaven

Am 9. Dezember 2014 haben die Mitglieder der Meteorologie-AG das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven besucht. Alfred Wegener ist nicht nur bekannt für seine Kontinentaldrifttheorie, sondern war in den 1920er Jahren auch einer der Begründer der deutschen Polarmeteorologie.

Im Eislabor des AWI (von rechts nach links): Paul Upterworth, Finnja Heinrich, Benedikt Schweers, Sönke Windels, Lukas Siedenberg, Herr Dr. Oelke, Ben Oelke

Im Eislabor des AWI (von rechts nach links): Paul Upterworth, Finnja Heinrich, Benedikt Schweers, Sönke Windels, Lukas Siedenberg, Herr Dr. Oelke, Ben Oelke

Die Anreise erfolgte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, von Bassum ging es mit dem Regional-Express nach Bremerhaven Hauptbahnhof. Von dort sind wir zu Fuß durch die Innenstadt zum Gebäude F am Handelshafen gegangen. Empfangen wurden wir von Prof. Dr. Lohmann, Leiter der Sektion Dynamik des Paläoklimas, und Dr. König-Langlo, Leiter der Meteorologischen Langzeitobservatorien. Im Konferenzraum mit Blick über die Wesermündung hörten wir dann zwei Vorträge: über die Rekonstruktion des Klimaverlaufs der vergangenen 5 Millionen Jahre auf verschiedenen Zeitskalen und über Leben und Forschung auf der deutschen Antarktisstation Neumayer III. Besonders interessant war hier, wie die Station durch Hydraulikstützen mehrmals im Jahr hochgedrückt wird, um den jährlichen Schneefall von 1 m auszugleichen. Sonst würde sie bald vom Schnee bedeckt sein: YouTube-Präsentation der Neumayer-Station s.u. Weiterhin konnten wir die Ozon- und Meteo-Radiosonden in die Hand nehmen, die dort täglich gestartet werden. Wir bekamen auch Tipps für die Erweiterung unserer Schulwetterstation.

Ein Meter langer Eis-Bohrkern aus 808-809 m Tiefe mit vulkanischer Ascheschicht

Ein Meter langer Eis-Bohrkern aus 808-809 m Tiefe mit vulkanischer Ascheschicht

Nach den Vorträgen gingen wir über die Kennedybrücke zu den Gebäuden der Hochschule Bremerhaven, wo wir in der Mensa gegessen haben. Im Hauptgebäude des AWI im Fachbereich Glaziologie haben wir das Büro von Dr. Freitag mit einem Röntgen-CT sowie das große Eislager besichtigt. Im Eislager liegt die Raumtemperatur bei -19 °C. Dort lagern Eiskerne, die bei der Kohnen-Station in der Antarktis aus bis zu 2000 m Tiefe gebohrt worden sind. An den Eiskernen kann man durch chemische Analysen und Gasuntersuchungen Informationen über das Klima erhalten. In einem Eiskern in 808 m Tiefe sahen wir eine Ascheschicht von 2 cm Dicke, die von einem Vulkanausbruch vor 14.854 Jahren herrührt. Außerdem werden im Hauptgebäude Sedimentkerne gelagert, mit denen das Klima von vor mehr als 1 Millionen Jahren rekonstruiert werden kann.

Nach den interessanten Besichtigungen und Vorträgen machten wir noch einen Ausflug zum Deich.

 

⯈ You Tube Präsentation der Neumayer-Station