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Premiere: Spanienfahrt des Gymnasiums - Wie aus Philipp „Felipe“ wurde, was „Churros“ und „Tapas“ sind

Kurz vor den Osterferien fuhren 24 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums nach Ávila/ Kastilien um dort an einem Spanisch-Intensivkurs teilzunehmen und das spanische Leben und die spanische Kultur hautnah zu erleben.

Seit einigen Jahren bietet das Sulinger Gymnasium neben Französisch und Latein auch Spanisch als zweite Fremdsprache an. Spanisch wird stark nachgefragt und so kam der Wunsch auf, das traditionell breite Fahrtenangebot der Schule um eine Reise nach Spanien zu erweitern.

So flogen erstmalig 24 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs begleitet von den Spanischlehrerinnen Nadja Fricke und Elena Witte nach Madrid. Von dort ging es weiter ins 110 km nordwestlich gelegene Ávila, einer 60.000 Einwohner zählenden Stadt in Kastilien, dem kulturellen Herzen Spaniens. Bekannt ist Ávila durch die vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem 11. Jh., die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Bereits im Bus auf dem Weg zu den spanischen Familien, in denen die Schüler untergebracht waren, wurde aus Philipp „Felipe“ und aus Anton „Antonio“. Konsequent wurde die ganze Woche über mit den Schülern Spanisch gesprochen – sei es vormittags in der Sprachschule, auf den Ausflügen oder in der Gastfamilie.

Aber natürlich wurde nicht nur die Sprache gelernt, auch die spanischen Spezialitäten, z. B. Churros, frittiertes Gebäck, das in flüssige Schokolade getunkt wird, und die berühmten Tapas, kleine Köstlichkeiten, z. B. die klassischen Gambas oder moderne Tapas-Kreationen wie Nachos mit Guacamole und Tomaten konnten probiert werden.

Die aus dem Schulbuch bekannten Sehenswürdigkeiten Madrids vor Ort zu entdecken, war sicherlich einer der Reisehöhepunkte. Zu Fuß erkundeten die Schüler die Hauptstadt und sahen u. a. die Plaza España mit dem berühmten Cervantes-Denkmal und den bekanntesten Figuren der spanischen Literatur: Don Quichote und Sancho Panza (s. Foto). Im Museo Reina Sofía konnten die Schüler Picassos monumentales Antikriegsgemälde „Guernica“ auf sich wirken lassen. Ein Fotostopp am berühmten Bernabéu-Stadion des spanischen Fußballmeisters Real Madrid bildete den krönenden Abschluss.

In Salamanca lernten auch die Lehrerinnen einen neuen Ausdruck kennen: „diluvio universal“ = Sintflut. Spaniens älteste Universitätsstadt mit der ebenfalls zum Weltkulturerbe zählenden, kunstvollen Sandsteinarchitektur konnte nur von Unterstand zu Unterstand besichtigt werden. Selbst für hartgesottene Sulinger war das stürmische Regenwetter außergewöhnlich und so musste das dortige Programm stark gekürzt werden.

Spanien einmal anders und jenseits der üblichen Tourismusgebiete zu erleben, Spanisch intensiv zu lernen und im Land und in den Familien anzuwenden, wurde als bereichernd empfunden und soll zukünftig fortgesetzt werden. Es kann ja nicht jedes Jahr „das schlechteste Wetter seit 60 Jahren in Spanien“ sein…

N. Fricke