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Lemuren schaufeln ein Grab für Faust - Auftritt des Chores in der Bremer "Glocke"

Am 28.11.2011 nahm der Chor an einem Schülerprojekttag zu dem Thema „Robert Schumann – Szenen aus Goethes "Faust"“ in der Bremer Glocke teil. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in unterschiedlichsten Workshops (Kunst, Darstellendes Spiel im Rahmen der "Bremer Shakespeare Company", Tanz, Schreibwerkstatt und Singen) inhaltlich wie kreativ mit dem Thema beschäftigen. R. Schumann (1810-1856) ist einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik und war ein großer Bewunderer von Goethes "Faust". Als erster Komponist nahm er das Werk als Vorlage für eine Vertonung und ließ die Textpassagen fast unverändert. Was eigentlich eine Oper hätte werden sollen, kam schließlich als eine Art weltliches Oratorium heraus.

Der Schulchor studierte in den vergangenen Wochen unter der Leitung von Herrn Dr. Ehlers und Frau Steinhausen den "Lemurenchor", der bei Fausts Tod sein Unwesen treibt, ein. Im Workshop, der auf der Bühne der "Glocke" stattfand, wurde dann bis in den Nachmittag hinein geprobt. Zudem wurde eine Choreografie erarbeitet, die den Gesang dramaturgisch unterstützte. In der Generalprobe konnte anschließend der Chor erste Erfahrungen im Zusammenspiel mit einem Sinfonieorchester sammeln.

Am Abend fand das Konzert unter der Leitung von Joshard Daus mit dem Göttinger Symphonieorchester, Solisten, der Europachorakademie und Schülerinnen und Schülern von Grund- und weiterführenden Schulen in Bremen und Niedersachsen statt.

Gabi Steinhausen

 

Auszug aus der Kritik des „Weser-Kurier“ von Gerd Klingebert:

Eine besondere Prägung erhielt die Aufführung durch die Beteiligung eines großen Kinderchores mit Teilnehmern aus verschiedenen Schulen. Im Rahmen spezieller Chor-Arbeitsgemeinschaften, die den Schülern die Begeisterung für das gemeinsame Singen vermitteln sollen, war der "Chor der Lemuren" eingeübt worden, der bei Fausts Tod sein Unwesen treibt. Und das gelang in gesanglicher wie gestischer Hinsicht. Alle Kinder, übrigens angemessen gruselig geschminkt, waren mit Eifer bei der Sache. Ein Projekt, das unbedingt zur Nachahmung empfohlen werden kann.
"Jauchzet auf, es ist gelungen!" sangen die Engel im Chor. Mancher Zuhörer hätte während dieses zweistündigen Konzerts wohl aus seiner zufriedenen Augenblicksstimmung heraus ein geflügeltes Wort aus Goethes "Faust" zitieren mögen: "Verweile doch, du bist so schön".

 

Verfasser: Timpke