Wetterstation des Gymnasiums Sulingen läuft
coelke, Juni 2010
Wen hat nicht auch schon am Morgen vor der Schule solch Frage gequält, wie warm es denn am Gymnasium Sulingen
ist, und was man denn nun passend anziehen soll? Mit diesem Grund für`s Zu-spät-kommen ist`s nun vorbei!
Das Gymnasium Sulingen bietet seit dem Schuljahr 2009/10 eine Meteorologie-AG an, die zur Zeit aus einer kleinen Gruppe hochmotivierter Schüler besteht und sich unter Leitung von Herrn Dr. Oelke
14-tägig nach vorheriger Absprache trifft. Interessierte Schülerinnen und Schüler sind willkommen.
Erstes Ziel war die Einrichtung der
automatischen Wetterstation. Hierfür wurden Temperatur-, Feuchte- und Drucksensor im "Trockenen", d.h. im
Physik-Labor getestet.
Alles funktionierte reibungslos, ebenso das Anemometer (Windgeschwindigkeitssensor) mit Windrichtungsanzeiger.
Spannend für die Schüler war das Austesten der Funktionsweise der Niederschlagsmesseinheit, die als Kippwaage
aufgebaut ist und bei jedem Umkippen des genormten Wassergefäßes einen elektrischen Impuls liefert und
aufsummiert. Schnell wurde so mit Wasser aus dem Becherglas ein tropisches Gewitter simuliert, das Sulingen etwa
0,5 m überflutet hätte.
Herr Horstmann half bei der sturmfesten Befestigung der Komponenten an einem Metallausleger (s. Foto), der dann an einen
Mast auf dem
Schuldach über Chemieraum 118 angeschraubt wurde. Wichtig für den Standort der Wetterstation war, dass das
Funksignal bis zur Basisstation im Server-Raum reicht. Die in den Spezifikationen angegebene Reichweite von 50 m
ist natürlich abhängig von der Dicke der Steinwände, die die Wellen durchdringen müssen. Schließlich konnten
die Signale empfangen und am Computer verarbeitet werden, der von Herrn Daniel eigens als Wetterserver eingerichtet
und ins Netz gestellt wurde.
Anschließend wurden etliche bildliche Darstellungen der Wetterparameter getestet, die jetzt im 1-Minuten-Takt
an den Webserver des Gymnasiums übertragen werden. Es lohnt sich also, öfters den Reload-Button des Browsers
zu drücken!
Für die Zukunft ist geplant, die gegenwärtig alle 30 Minuten digital gespeicherten Messwerte für die Webseite grafisch
aufzubereiten. Für Schulprojekte, z.B. im Rahmen des Energie-Projekts in Klasse 10 oder auch für den Biologie-
oder Erdkundeunterricht, können dann die meteorologischen Messwerte verarbeitet und analysiert werden.