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Italienaustausch 2019: Reisetagebuch

Jeweils zwei deutsche Schüler haben während der 8-tägigen Reise ein Reisetagebuch der Gruppe für einen Tag geschrieben und sollten insbesondere neue oder ungewöhnliche Erlebnisse beschreiben. Auf den Fotos sind sie zusammen mit ihren italienischen Partnern zu sehen, bei denen sie in Putignano oder in einem der umliegenden Orte gewohnt haben.

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Janina Celina Kevin Marina Martje Alessia Emma Janina
Ioanna Miriam Anna Meemke Dominic Finja Hanna Ioanna

 

 

 

Tag 1

Fr., 29.3.2019

Busfahrt nach Bremen/ Flug Bremen-München-Bari/ Bustransfer nach Putignano/ Ankunft an der Schule/ Empfang in den Familien der Austauschpartner

(Janina und Ioanna)

Anreise: Nachdem wir nachts etwa 3 Stunden geschlafen haben, ging es auch schon los. Wir waren super gelaunt und die Vorfreude stieg. Alle haben die extra für den Austausch bedruckten T-Shirts getragen, zusammen sah dies echt toll aus. Bei der Sicherheitskontrolle gab es ein paar Probleme bei Ioanna, da sie ihre 50ml Produkte nicht in einer Plastiktüte hatte. Wir haben dann noch Tüten gekauft und danach hat sie ihre Sachen wiederbekommen. Beim Gate konnten wir alle Tischkicker spielen, was echt Spaß gemacht hat. Im Flugzeug haben wir leider keinen Fensterplatz bekommen, aber saßen trotzdem so gut wie zusammen. In München hatten wir sehr viel Zeit bis zum nächsten Flieger, zwar konnten wir nicht schlafen (außer Ioanna), hatten jedoch eine Menge Spaß. Celina kam mit einer Idee zu uns, welche wir direkt umsetzten: Rudern auf .... (siehe Video)

Wir verstehen uns echt gut mit den anderen, obwohl wir vorher kaum Kontakt hatten. Im zweiten Flieger saßen wir dann nebeneinander am Fenster und haben alles beobachtet. Es fing mit den Bergen an und endete mit dem Meer. Als wir in Putignano waren, begrüßten uns die Italiener und wir sind in die Gastfamilien. Meine Gastfamilie ist sehr lieb und offen. Die Mutter kann nur italienisch und meine Partnerin (Sabrina) übersetzt alles. Es gab sehr viel du essen und am Nachmittag hat sie mir „Castellana“ gezeigt. Wir sind sehr viel gegangen und haben uns dann noch mit Emanuela und Hanna getroffen. Das Eis schmeckt auf jeden Fall besser hier! Abends hat die Mutter noch Pizza gemacht und dann waren wir so kaputt, dass wir schlafen gegangen sind. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf die nächsten Tage.

Ioanna: Am Anfang waren meine Austauschpartnerin Alessandra und ich beide etwas schüchtern, aber als wir erst ins Gespräch gekommen sind, haben wir uns sehr gut verstanden. Zuhause habe ich dann als erstes ihre Mutter kennengelernt. Wir haben gegessen und dann ganz viel miteinander geredet. Später haben wir uns dann mit Martje und ihrer Italienerin getroffen und die beiden haben uns Alberobello gezeigt. Es ist eine sehr schöne Stadt. Als wir so gut wie jeden Teil der Stadt gesehen hatten, haben wir uns mit Kevin, Miriam und Memke und ihren jeweiligen Partnern getroffen, haben zusammen Eis gegessen und haben uns dann wieder in Kleingruppen geteilt. Alessandra und ich sind um 20 Uhr nach Hause gegangen, da es sehr kalt wurde. Zuhause angekommen, habe ich dann ihre große Schwester und ihren Vater kennengelernt. Wir beide haben dann über sehr viel geredet und haben dabei viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Am Ende habe ich mit der Familie noch um halb zehn gegessen, und danach sind wir dann schließlich ins Bett gegangen. Der Tag war sehr schön und ich konnte kaum den nächsten erwarten. 

Janina und Sabrina

Janina und Sabrina

Ioanna und Alessandra

Ioanna und Alessandra


 

 

Tag 2

Sa., 30.3.2019

Begrüßung in der Schule/ Karnevallshallen/ Rundgang Putignano/ Familiennachmittag

(Celina und Miriam)

Nachdem wir einen Tag unsere Familie kennenlernen konnten und uns über unsere Hobbys und Vorlieben austauschen konnten, haben wir am Samstag um 8.30 Uhr in der Schule unsere Austauschpartner getroffen. Für die italienischen Schüler war es total normal, auf einen Samstag Morgen so früh aufzustehen und zur Schule zu gehen, wir deutschen Schüler taten uns ein bisschen schwerer damit. 
In der Schule wurden wir zunächst ganz herzlich von dem Schuldirektor und einigen Leherinnen begrüßt. Auch unsere Austauschpartner hatten sich etwas überlegt, um uns einen Einblick zu geben, wo und wie sie zur Schule gehen. Sie haben uns mit einer kleinen Rallye durch die Schule geführt. Wir haben dadurch ein tolles Bild von der Sporthalle, den Klassenräumen und Chemieräumen bekommen und konnten uns gleichzeitig einen Überblick über die Schule verschaffen.
Anschließend haben wir Putignano besichtigt. Wir sind in die Hallen der Produktion der Kanevals- Umzugswagen gegangen und haben uns erklären lassen, wie diese Kunstwerke hergestellt werden. Wir durften sogar das Kunstwerk angucken, welches beim Karneval 2019 gewonnen hat. Es war großartig zu sehen, aus welchen einfachen Mitteln (Pappmaché) solche populären Kunstwerke hergestellt werden. 
Nicht nur das hat uns fasziniert, auch die kleinen Gassen, Häuser, Balkone und die familiäre Atmosphäre hat uns begeistert. Wir konnten viele Fotos machen und somit tolle Erinnerungen sammeln. Nachdem wir wieder zurück an der Schule waren, sind wir mit unseren Partnern nach Hause gefahren und konnten einen freien Familiennachmittag genießen.


Celina: Nachdem meine Gastmutter uns von der Schule abgeholt hat, sind wir zu den Großeltern gefahren. Sie hatten ein wunderschönes Haus mit einem großen Garten. Wir haben alle zusammen Mittag gegessen. Ich war so beeindruckt von seiner Familie. Wir haben viel zusammen gelacht und konnten das beste italienienische Mittagessen genießen. Als wir mit dem Essen fertig waren, ließ ich mir eine Menge über Putignano erzählen und die schönsten Plätze von seinem Opa auf einem Stadtplan zeigen. Nachdem ich über ganz Putignano Bescheid wusste, gingen wir alle nach draußen und ich spielte mit seiner kleinen Schwester, Cousine und Cousin. Es hat total viel Spaß gemacht. Um 17 Uhr ist meine Familie mit mir an den Strand gefahren und wir haben ein Eis in der warmen Sonne genossen. Es war ein toller Tag!☀

Miriam: Nachdem mich meine Gastfamilie von der Schule abgeholt hatte, sind wir zu den Großeltern nach Monopoli gefahren. Im Auto erzählte mir die Mutter, dass die Oma nicht wusste, was sie zum Essen machen sollte und deswegen hat sie das Lieblingsgericht von der ganzen Familie gemacht, Panzerotti. Panzerotti sind mit Fleisch oder Tomate/Mozzarella gefüllte Teigtaschen. Sie waren soo lecker und ich musste 6 Stück essen. Nach dem Essen haben wir eine Freundin abgeholt und sind mit ihr zum Hafen gefahren. Wir sind an der Promenade entlanggegangen, an der wir sehr viele schöne Fotos bei bestem Wetter gemacht haben. Wir sind so lange gegangen, bis wir im Nachbarort waren. Dort wurden wir von den Eltern abgeholt und fuhren wieder zurück nach Castellana. Abends sind wir noch mit Freunden Pizza essen gewesen, es war ein sehr schöner Tag, nachdem ich sehr erschöpft war.

Sacre und Celina

Sacre und Celina

Miriam und Carlotta

Miriam und Carlotta

Tag 3

So., 31.3.2019

Familientag

(Kevin und Anna)

Ich kann mich vielem anschließen, besonders dem Fakt, dass Italiener viel essen können. Bei uns gab es auch ein 3-Gänge-Menü und ich konnte neues probieren, Oktopus. Wir haben auch bei der Oma gegessen, wo auch der Rest der Familie war. Auch hier konnte man das "italienische" erkennen, sie waren alle sehr nett und haben gespaßt und viel gegessen. Man merkt auch die Fürsorglichkeit der Eltern, welche einem immer Essen anbieten und sich allgemein immer kümmern. Am Abend, als ich mit Fiore am Amphitheater war, habe ich noch Fiores Freunde kennengelernt, ca. 20 Stück, sie sind sehr nett und verrückt. Verrückt, da sie einen immer gebeten haben, etwas zu wiederholen und immer über sich selber gespaßt haben.

Als erstes fand ich die "grotte di castellana" sehr interessant und erstaunlich, da ich viele Dinge, welche ich bis jetzt noch nicht kannte, erfahren habe, wie zum Beispiel, dass manche Teile der Grotte aus Calciumcarbonat bestehen oder wie groß die Grotte ist. Außerdem fand ich es sehr erstaunlich, wie viel Italiener essen können. Als wir die Großeltern meiner Austauschschülerin besucht haben, gab es ein Drei-Gänge-Menü mit verschiedenen Spezialitäten aus Italien. Zum Beispiel, was ich am interessantesten fand, waren Brot-Fleisch-Bällchen, dies kannte ich vorher auch noch nicht. Der Tag war sehr interessant für mich, da ich viele Dinge noch nicht kannte und neu dazu gelernt habe, welche ich auch immer in Erinnerung behalten werde.

Kevin und Fiore

Kevin und Fiore

Martina und Anna

Martina und Anna

Tag 4

Mo., 1.4.2019

Exkursion nach Bari/ Besichtigung der Kathedrale San Sabino und der Basilika San Nicola/ Altstadt/ Freizeit/ Castello svevo

(Marina und Meemke)

Am Morgen, als wir alle mit dem Bus, Zug oder Auto hergebracht wurden, trafen wir uns mit allen zusammen im Foyer der Schule. Die Italiener gingen in den Unterricht, und wir machten uns auf den Weg zu unserem Bus, der uns nach Bari brachte. Mit dabei war neben Herrn Oelke und Frau Michelis auch Frau Dibello, die Deutschlehrerin. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt kamen wir endlich an. Wir sind ein kleines Stück an der Küste gefahren und fingen sofort an, Fotos zu schießen und Videos vom Meer zu machen. Angekommen in Bari schien die Sonne und es waren warme 20 Grad. Wir machten vor der großen Burg der Stadt Bari viele Fotos und gingen langsam in die schöne Altstadt. Dort haben wir zwei Kirchen besichtigt, darunter auch die St. Nicola Kirche. In dieser haben wir unseren ersten Fragebogen ausgefüllt und konnten uns so die Kirche genauer anschauen. Auch hier haben wir wieder ein schönes Gruppenfoto vor dem Tor der gingantischen Kirche gemacht. Weiter ging es dann mit Sonnenbrillen und Jacken in der Hand in die Innenstadt. Hier haben wir dann knapp drei Stunden Freizeit bekommen und die Möglichkeit, uns die Stadt noch etwas genauer anzuschauen. Natürlich waren die Mädchen unter uns auch sehr erfolgreich beim Shoppen. Nachdem wir uns um 15 Uhr wieder alle zusammengefunden hatten, gingen wir wieder in Richtung der Burg, um diese schließlich noch zu besichtigen. Zuerst schauten wir einen Film über die Vergangenheit und Geschichte der Burg und besichtigten diese danach noch. Ein Teil von uns war nach dem anstrengenden Tag sehr kaputt und genoss die Sonne im Innenhof noch etwas, während andere die Burg noch weiter erkundeten. Um fünf Uhr wurden wir dann wieder von unserem Bus abgeholt und starteten den Heimweg.

An der Schule angekommen, mussten wir noch etwas auf unsere Austauschpartner warten. Wir hörten Musik, machten erneut viele Fotos, tanzten etwas und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Da es Hannas Geburtstag war, überlegten wir noch, dass wir sie gerne überraschen würden, indem wir mit allen in einer Bar Essen gingen. Insgesamt waren wir um die 35 Leute, weshalb es dann auch eine längere Zeit gedauert hat, bis wir das Essen bekamen. Trotzdem war den ganzen Abend über sehr gute Stimmung und Hanna freute sich sehr über die kleine Feier. Zum Abschluss des schönen Tages gingen wir noch einmal mit allen auf den Hauptplatz in Putignano. Dort zeigten wir uns typische Tänze zu deutscher und italienischer Musik. So ließen wir den Abend ausklingen und fielen nach diesem schönen, aber doch sehr anstrengenden Tag sehr müde ins Bett.

Lucrezia und Marina

Lucrezia und Marina

Giada und Meemke

Giada und Meemke


 

Tag 5

Di., 2.4.2019

Vorstellung eigene Videos/ Projektauswertung Immigration und Emigration/ Besuch Polignano a mare/ Modugnu-Denkmal/ Strand

(Martje und Dominic)

[Martjes Sicht] Zum Frühstück gab es Pancakes mit Nutella und Cappuccino. Nachdem Frühstück sind wir mit dem Auto zur Schule gebracht worden, und auf dem Weg haben wir bei einem Bäcker angehalten. Für die Schule habe ich dort Focaccia mitbekommen, und es war sehr lecker. In der Schule haben wir uns in einem Raum im Erdgeschoss getroffen und gemeinsam die Videos, die wir in Deutschland beispielsweise über unsere Haustiere oder unsere Schule aufgenommen haben, angesehen. Danach hatten wir ein Projekt zur Immigration und Emigration in Deutschland und Italien, zu dem wir ein paar Fragebögen ausgewertet haben. Zu diesem Thema passend, wurden zwei Mädchen der italienischen Schule und zwei der deutschen, die ausländische Wurzeln haben, interviewt. Es war sehr interessant, den jeweiligen Geschichten zuzuhören, denn uns wurde ein Einblick in andere Kulturen übermittelt ☺. In der verbleibenden Zeit bis zur Busfahrt um 14:00 Uhr haben wir ein paar Spiele gespielt und die Italiener haben uns ein paar Tänze gezeigt. Ich finde es erstaunlich, wie locker die Menschen sind, mit denen ich hier persönlich zu tun hatte.

[Dominics Sicht] Wir saßen alle mit den Italienern in der Bibliothek und zeigten uns gegenseitig kleine Spielchen und spielten auch Schere, Stein, Papier. Ich fand es sehr spaßig und es war lustig, wie sich alle über diese kleinen Spielchen ausgetauscht haben. Kurz vor 15:00 sind wir aus der Bibliothek gegangen, weil diese von Lehrern gebraucht wurde und wir außerdem zum Bus mussten, weil wir zur Stadt Polignano wollten. Die Fahrt dauerte ca. eine halbe Stunde mit dem Bus. Auf dem Weg konnte man viel von der Umgebung sehen, diese hat mich leicht an einige Regionen in Spanien erinnert. In Polingnano angekommen waren wir zu Beginn auf einem großen Busparkplatz, genossen die Aussicht und machten Fotos vom Meer. Wir gingen durch die Stadt nahe der Küste, als ein Straßenkünstler uns fragte, warum wir so viele sind. Er bat uns, mit ihm zu singen und das taten wir auch. Er hat für uns eine leicht abgeänderte Version vom Lied Volare gesungen. Es war spaßig mit anzusehen, wie er uns ‚Anweisungen’ gab und es war ungewohnt, dass ein völlig fremder Mensch so offen mit einem umging. Danach gingen wir zur Statue des berühmten Italienischen Sängers Domenico Modugno. Dort wurde ein großes Gruppenfoto von allen Schülern gemacht. Danach erklärte eine italienische Schülerin, dass wir jetzt das Lied Volare singen werden. Nach Singen des Liedes mit ausgedrucktem Text schossen wir in einer kleinen Bucht Fotos und flippten Steine im stillen Meerwasser. Nach einigen Minuten gingen wir wieder einen kleinen Pfad nach oben in die Stadt und nach einem Eis wieder zum Bus. An der Schule in Putignano wurden viele von den Eltern abgeholt. Celina, Emma, Sacre, Antonio, Francesco und ich sind daraufhin zur Wohnung von Sacres Familie gegangen. Dort angekommen haben wir Jungs und Hanna uns auf das Sofa gesetzt und haben uns ein Fußballspiel angeschaut. Nach ca. 10 Minuten kam Celina zu uns und wir sind in zu einer Pizzeria gegangen. Dort haben wir Celina, Hanna, Emma, Emanuela und Alessia zurückgelassen und sind zur Bar „The Rose & Crown“, um auf die anderen mit ihren Italienern zu treffen und um eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Es war sehr schön, mit all den anderen zusammen mit dem jeweiligen Partner/in in der Bar zu sitzen und sich zu unterhalten. Danach sind wir zu einem großen Platz in Putignano gegangen und haben dort Musik gehört und einige haben getanzt. Dann gegen 12:00 nachts hat der Vater Francesco, Miriam, Carlotta und mich abgeholt und nach Hause gebracht.

Martje und Lucia

Martje und Lucia

Dominic und Francesco

Dominic und Francesco

Tag 6

Mi., 3.4.2019

Teilnahme am Unterricht (Deutsch, Englisch, Französisch, Latein)/ Besuch Alberobello/ Besuch Martina Franca

(Alessia und Finja)

Wie jeden Morgen haben wir uns wieder um 8:30 Uhr in der Schule getroffen, doch heute durften wir einen kleinen Einblick in den Unterricht unserer italienischen Austauschschüler werfen. Wir durften uns an dem Englisch-, Deutsch- und am Französischunterricht beteiligen, wobei wir einige neue Eindrücke sammeln konnten. Im Deutschunterricht durften wir den Italienern bei einigen deutschen Dialogen helfen. Es war sehr spannend zu sehen, wie die italienischen Schüler Deutsch lernen. Den Französisch- und Englischunterricht haben wir ebenfalls mit einer italienischen Klasse verbracht, dort haben wir ,,Wortspiele'' gespielt. Der Unterricht hat uns ziemlich gut gefallen. Außerdem hat es Spaß gemacht, uns zusammen mit den italienischen Schülern am Unterricht zu beteiligen. Heute hatten wir fünf Schulstunden, das bedeutet, dass wir schon um 12:30 Schluss hatten, jedoch kam unser Bus, der uns nach Alberobello bringen sollte, erst um 13:30. Deshalb hatten wir noch eine Stunde Pause, in der wir uns eine Kleinigkeit am Schulkiosk gekauft haben und dann zurück in die Bibliothek gegangen sind. In der Bibliothek haben wir Musik gehört und Spiele gespielt, wie zum Beispiel ,,Die Reise nach Jerusalem".

Danach war die Stunde schon um und wir sind gemeinsam mit unseren Lehrern und zwei italienischen Lehrern zum Bus gegangen. Die Busfahrt war wie immer sehr amüsant. Nach der ca. 20-minütigen Busfahrt sind wir in Alberobello angekommen, dort wurden wir in der Stadt herumgeführt und uns wurden bedeutende Plätze gezeigt. Alberobello ist unserer Meinung nach eine wunderschöne Stadt, denn die Häuser dort sind in einem anderem Baustil gebaut, sie nennen sich ,,Trulli''. Die Wände sind aus weißem Stein gebaut und das Dach ist ebenfalls aus dem gleichem Stein, jedoch ist dieser eher grau, außerdem ist das Dach rund und geht spitz nach oben. Als wir einen Berg hochgelaufen sind, haben wir angehalten, denn es gab dort einen Laden, in dem kleine Trulli verkauft wurden. Des weiteren konnten wir sehen, wie die kleinen Souveniers hergestellt werden. Danach haben wir in einem weiterem Laden angehalten, in dem eine Frau Tischdecken mit einem Webstuhl hergestellt und verkauft hat. Nachdem wir ihr beim Weben zugeschaut hatten, sind wir weiter gegangen bis zu einer Kirche, die wir uns angeschaut haben. Anschließend hatten wir ca. eine halbe Stunde Freizeit, in der wir in einer Eisdiele ein Eis gekauft haben. Anschließend sind wir nach Martina Franca gefahren, wo uns wieder die Stadt gezeigt wurde. Dort wurden fast überall Puppen aufgehängt. Diese hängen dort, wenn wir es richtig verstanden haben, bis Ostern und sollen die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern darstellen. Danach hatten wir wieder ca. 1 Stunde Freizeit, in der wir (Finja & Alessia) ein Panzerrotto essen gegangen sind. Panzerrotti ist eine Spezialität aus Apulien. Das sind frittierte Teigtaschen, die Mozzarella und Tomatensoße beinhalten (sie sind sehr empfehlenswert). Nach Rückkehr zur Schule in Putignano bin ich (Alessia) mit zu Finja gegangen. Währenddessen haben andere einige Sachen für die Party besorgt, die am Abend stattgefunden hat. Am Abend sind wir zu der Halle gegangen, die wir extra für diese Party gemietet haben. Wir haben wieder viel getanzt und gelacht. Um Mitternacht sind wir fast alle wieder nach Hause gegangen. Es war ein sehr lustiger Abend und wir hatten alle sehr viel Spaß.

Rachele und Alessia

Rachele und Alessia

Finja und Camilla

Finja und Camilla


 

Tag 7

Do., 4.4.2019

Ausflug Matera/ Besichtigung der Sassi/ Brot-Workshop und Mittagessen/ Kathedrale/ Freizeit

(Emma und Hanna)

Hanna: Nachdem wir alle an der Schule angekommen waren, sind wir gemeinsam mit dem Bus nach Matera gefahren. Im Bus haben viele von uns geschlafen, weil wir von der Abschlussparty noch ziemlich müde waren. In Matera hat uns eine Touristenführerin in Empfang genommen. Sie hat uns Matera gezeigt, und das sogar auf Deutsch! Wir haben von einer Terrasse in die Senke von Matera geschaut und konnten die Sassi sehen, die typisch für Matera sind. Sassi sind Häuser in Felsen, in denen früher die Einwohner von Matera gelebt haben. Wie diese von innen eingerichtet waren, konnten wir in einem Museum sehen. Dort war ein Haus nachgestellt. Im Eingang war erst ein großer Raum, in dem früher auch gearbeitet wurde, z.B ist dort Mehl gemahlen worden. Dann gab es noch einen weiteren Raum, in dem die Familie gelebt hat, im Winter sogar manchmal mit einem Nutztier. In diesem Raum war ein Bett mit einer Stroh-Matratze, eine Schüssel mit Wasser, ein kleiner Spiegel und kleine Schränke. Daneben gab es eine Feuerstelle, auf der gekocht wurde. In diesen Sassi gab es früher kein Licht und keine Wasserabführung. Außerdem ist es in den Häusern sehr kalt. Es war total interessant und spannend zu sehen, wie die Menschen früher gelebt haben. Unsere Touristenführerin hat uns erzählt, dass die Sassi heute aber eigentlich nur noch für den Tourismus genutzt werden, z.B. als Hotelzimmer oder Souvenierläden. Wir sind zwischen ihnen entlang gelaufen und das war ziemlich anstrengend. Aber es hat such gelohnt! Wir hatten eine wundervolle Aussicht und konnten vor Felsen und Blumen schöne Fotos machen. 
Am Mittag hat unsere Touristenführerin uns zu einer Bäckerei gebracht und uns das traditionelle Brot gezeigt, welches wir selber backen durften. Danach gab es zum Mittagessen richtig leckeres Brot mit Olivenöl sowie Focaccia mit Tomaten und Oliven oder mit Tomatensauce. Das war auf jeden Fall das Highlight des Tages! Die Bäckerin hat uns so viel gemacht und später war alles leer. Nachdem wir alle gestärkt waren, ging es wieder zurück in die Innenstadt und wir haben die Kathedrale besichtigt. Dann hatten wir Freizeit, bis um 15 Uhr das Brot fertig war. Wir haben uns auf eine Bank gesetzt und uns ein Eis gekauft. Als wir unsere Brote hatten sind wir in ein Café gegangen und haben einen Kaffee getrunken. Danach sind wir noch in ein Geschäft gegangen und haben ein bisschen geshoppt - schließlich sind wir Mädels! 

Am Abend wollten wir uns in Putignano eigentlich noch alle treffen, aber dann hat es geregnet und wir waren zu müde. Außerdem mussten eigentlich alle noch ihre Sachen packen. Also verbrachten wir den letzten Abend in unseren Gastfamilien. Ich bin erst noch mit zu Celina und ihrem Partner gegangen, weil meine Partnerin zum Friseur musste. Wir hatten sehr viel Spaß beim Fifa spielen. Dann wurde ich abgeholt und habe zuhause meinen Koffer gepackt. Meine Gastmutter hat mir noch selbstgemachte Nudeln mitgegeben und italienisches Gebäck. Ich hatte erst Probleme, alles mitzubekommen, weil mein Koffer sowieso schon so voll war. Aber letztendlich hat alles hineingepasst. Dann sind wir schlafen gegangen, weil am nächsten Tag leider schon die Heimreise anstand.

Emma: Mein Austauschpartner Antonio und ich kommen jeden Morgen mit dem Zug zur Schule und heute waren wir ein bisschen spät dran, das heißt, wir sind gerade noch so durch die schließenden Türen geschlüpft. Als wir dann doch noch pünktlich in der Schule angekommen sind, ging es gleich weiter nach Matera. Mit guter Musik und viel Spaß kamen wir dort an. Eine sehr nette Touristenführerin namens Stefania führte uns durch die Stadt und erzählte von der Geschichte, sowie dem Aufbau von dieser. Als erstes sahen wir von einer kleinen Terasse auf die Sassi, die alten Häuser in Matera. Nach vielen Treppenstufen und der Besichtigung von einem dieser Häuser, waren wir irgendwann an einem Punkt mit atem(be)raubender Aussicht an. Diese (und die dort vorhandenen Sitzplätze) genossen wir kurz, bis Stefania uns mit der Aussicht auf ein leckeres Mittagessen weiterwinkte. Bald waren wir dann auch bei der ein wenig außerhalb liegenden Bäckerei angekommen. Hier durften wir selbst ein Brot backen, was ein absolutes Highlight war (wie auch das Mittagessen dort ;), bestehend aus Focaccia, frischem Brot mit Olivenöl und Gebäck als Nachtisch. Als nächstes besichtigten wir die Kathedrale von Matera. Zurück in der Haupteinkaufsstraße hatten wir Freizeit, die mit einem Eis gut ausgefüllt wurde. Stefania hat dann das fertige Brot aus der Bäckerei abgeholt und an uns verteilt. Die Zeit bis zur Abfahrt verbrachten wir mit der Absicht, uns durch die Karte der heißen Schokolade zu probieren in einem Cafe, das uns gänzlich enttäuschte, weil es keine einzige Sorte heiße Schokolade gab. Nach kurzer Verwirrung über das Organisationstalent der Italiener waren wir dann doch pünktlich am Treffpunkt. Nur die Lehrer waren noch nicht da.

Zurück in Putignano wurden wir von Antonios Mutter abgeholt. Wir fuhren direkt zur Pizzeria und aßen diese zu Hause mit der ganzen Familie. Als Nachtisch gab es eine leckere Tiramisu. Nach ein paar vergeblichen Versuchen, den Fernseher in Gang zu bekommen um "Maria, ihm schmeckt's nicht!" zu schauen, ging ich müde vom Tag schlafen.

Emanuela und Hanna

Emanuela und Hanna

Antonio und Emma

Antonio und Emma

Tag 8

Fr., 5.4.2019

Abschied mit Frühstück in der Schule/ Transfer Flughafen/ Flug Bari-München-Bremen mit unplanmäßigem Aufenthalt wegen Flugverspätung/ gemeinsames Essen/ Bustransfer Sulingen

(Janina und Ioanna)

Rückreise: Als wir nach dem emotionalen Abschied in der Familie zur Schule gefahren sind, wurde einem immer klarer, dass es jetzt zu Ende ist. In der Pausenhalle liefen schon die ersten Tränen und als wir dann in dem Raum mit allen anderen waren, konnten wir uns nicht mehr zurückhalten. Wir haben mehr geweint als geredet, weil uns die ganzen Menschen so ans Herz gewachsen sind. Es fühlte und fühlt sich an, als würden wir sie schon seit Ewigkeiten kennen. Wir hatten so viel Spaß und so viele Momente mit ihnen, die wir wirklich nie vergessen werden. Jeder Italiener war auf seine eigene Art besonders und wir haben wirklich jeden ins Herz geschlossen. Im Raum haben wir dann alle zum Abschied gegessen und „Auf uns“ gesungen. Wir konnten nicht mal den ersten Vers mitsingen, der Text des Liedes hat einfach zu gut gepasst und unsere Situation beschrieben. Kurz danach mussten wir uns leider verabschieden, was uns so schwer viel. Wir haben durchgängig geweint und das auch noch im Bus zum Flughafen. 
Es ist unglaublich, wie viel wir in einer Woche erlebt haben. Wir sind so froh, dass wir diesen Austausch machen durften, jedoch bricht es uns auch das Herz, Italien verlassen zu müssen. Wir vermissen jetzt schon die Klasse, die Gastfamilien, das Essen, den Tagesablauf und das Land. Natürlich freuen wir uns auch auf unsere Familien, jedoch wären wir gerne noch dort geblieben. Wir werden sehr sehr sehr oft an diese Zeit zurückdenken und sie vermissen.

 



Wir dachten wir wären schon fertig mit dem Tagebucheintrag. Leider doch nicht. Als wir in München gelandet sind, mussten wir so schnell wie möglich zum nächsten Gate (dabei ist Alessia noch die Treppe runtergefallen). Wir mussten so sehr darüber lachen. Den Flug haben wir leider nicht bekommen und mussten 5 Stunden warten bis zum nächsten Flieger, dafür haben wir alle einen 10€ Gutschein bekommen und konnten bei McDonald's essen gehen. Das war der längste Kassenbon von McDonald's, den wir je bekommen haben! 139€. 
Um halb 10 abends sind wir ungefähr in Bremen gelandet, haben zum Glück alle unsere Koffer bekommen und sind direkt in unseren Taxi-Bus. Auch wenn wir alle sehr müde waren, haben wir noch ordentlich Musik gehört. Wir denken, dass wir alle traurig waren, aber uns auch sehr auf unsere Familien gefreut haben.