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Auf Mission in Swakopmund - Schüler des Gymnasiums Sulingen planen Reise nach Namibia

Aus fünf Schülern und einer Lehrkraft besteht das Team der „Klimascout-AG“, das das Gymnasium Sulingen auf Mission nach Namibia entsendet. Der Auftrag: Die Festigung einer „Nord-Süd-Partnerschaft“. Das Ziel: Die Entwicklung von Ideen, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius gegenüber dem Status quo der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Ein Wert, über den in der Politik weitreichender Konsens herrscht – und über den hinaus die Folgen des Klimawandels wohl nicht mehr kontrollierbar wären.

Amelie Besler, Beke Leonie Breitmeier, Paula Schwabe, Maximilian Finn Albers und Simon Winkelhoff – Mitglieder der Klimascout-AG – reisen vom 4. bis 14. September in die gut 40 000 Einwohner zählende Stadt Swakopmund im Westen Namibias. Mit auf den Weg zur „Klimawerkstatt“ macht sich auch AG- Leiterin Margot Wilhelmi. Wegbereiter des Austausches und der „Nord-Süd-Partnerschaft“ sind die Mitglieder des Vereins „Sonnenkinderprojekt Namibia“ mit Sitz in Schwaförden. Vorsitzender Arthur Rohlfing und Mitstreiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen den Anstoß für eine Auseinandersetzung mit globaler Umweltzerstörung, Klimaschutz und -wandel zu geben. Er will sie fördern. Seine Motivation? „Persönliche Frustration“, erklärt Rohlfing. „Es wurde viel versprochen und kaum etwas gehalten.“ Die „Entscheidungsträger und Konsumenten von morgen“ seien die wesentlichen Anknüpfungspunkte, wenn es um Sensibilisierung und mehr Engagement für den Klimaschutz geht. Der intensive Austausch von Wissen und die Vermittlung von Handelskompetenzen im Natur- und Umweltschutz seien dabei das Ziel. Darüber hinaus sollten die „Klimascouts“ ein „Sendungbewusstsein“ entwickeln, das Erlernte „nachhaltig“ mit in ihr späteres Leben nehmen und an Mitschüler und -menschen weitergeben.

Das Gymnasium Sulingen leistet seinen Beitrag dazu in Form einer Kooperation mit der Namib High School in Swakopmund. Zu einem Vorbereitungstreffen der namibischen „Klimawerkstatt“ fanden sich einige Mitglieder der momentan etwa zehnköpfigen AG mit Margot Wilhelmi, Arthur Rohlfing und stellvertretendem Schulleiter Friedrich Knispel zusammen. Einige von ihnen lernten die Namibier bereits im Rahmen eines Austausches im vergangenen Jahr kennen. Neben dem Klimaschutz ginge es ihnen auch um Kulturaustausch, darum, die Welt kennenzulernen und bekannte Gesichter wiederzusehen, erklären sie. „In der AG-Arbeit ist uns bewusst geworden, dass jeder jeden Tag einen Unterschied machen kann.“

Alle sind sich sicher: „Die Reise nach Namibia wird den Effekt einer anderen Sicht auf die Welt noch verstärken.“

„Für dieses Jahr werden aber noch andere Schwerpunkte gesetzt“, sagt Wilhelmi. „Nachdem wir uns im letzten Jahr mit dem Klimaschutz im Allgemeinen auseinandergesetzt haben, soll es jetzt besonders um den Wasserschutz gehen.“ Knispel unterstreicht: „Die Erfahrungen sollen auch in die Schulgemeinschaft weitergetragen werden.“ So planten die Schüler einen Blog auf der Internetseite des Gymnasiums (www.gymnasium-sulingen.de) zu veröffentlichen und dort von ihrer Afrikareise zu berichten.

Die für die Fahrt benötigten 10 000 Euro stellt zu 85 Prozent die Bingo-Umweltstiftung zur Verfügung. Das Projekt selbst übernimmt die restlichen 15 Prozent. Weitere Förderer und eine Ausweitung der „Nord-Süd-Partnerschaft“ seien in Aussicht, verkündet Rohlfing.

„Bis hierhin ist es toll gelaufen, ich bin begeistert“, lobt er die Schüler zum Abschluss. „Jetzt liegt es an euch. Macht was daraus.“

Aus der Sulinger Kreiszeitung