Benutzer:

Passwort:

 

Allgemein

Schüler beweisen Geschick in Theorie und Praxis beim Projekttag

In der vergangenen Woche waren der Klimawandel, ökologische Treibstoffe und auch die Gewinnung von Biogas Themen, mit denen sich die Schüler des Sulinger Gymnasiums befasst hatten. Am Mittwochmittag stellten die Schüler des zehnten Jahrgangs ihre Ergebnisse des jährlich stattfindenden Projekttags „Energie und Umwelt“ vor.

Einige Monate zuvor wählten die Schüler ihr Thema, die Fächer Biologie, Chemie oder Physik betreffend, aus. Am 13. und 16. Januar ging es dann an die Ex-perimentierphase: Hierbei beschäftigten sich die Schüler unter anderem mit dem Heizwert verschiedener Gase, der Klimasimulation unter der Anwendung eines Klimamodells oder auch mit der Herstellung von Rapsöl. „Wichtig war uns, dass die Schüler zusammen arbeiten und ihre Ergebnisse dann auch gemeinsam vortragen“, verriet Jürgen Düker, Koordinator des 10. Jahrgangs. Zu dem Projekt gehörte nicht nur der experimentelle Teil, sondern auch eine anschließende schriftliche Ausarbeitung und Präsentation der Ergebnisse. „So bekommen die Schüler einen Vorgeschmack, was sie im Abitur und weiteren Prüfungssituationen erwartet“, sagte Düker weiter.

Esther Marie Fietze, Sophia Lang, Joleen Meyer und Leatitia Schwarz befassten sich mit der Herstellung von Rapsöl. „Das Experimentieren waren wir schon aus dem Unterricht gewöhnt“, verriet Joleen, „heute die Ergebnisse vor den Lehrern vorzustellen, ist aber schon etwas ganz anderes.“ Die Besonderheit: Die Schüler trugen ihre Ergebnisse nicht dem eigenen Fachlehrer, sondern den Lehrkräften anderer Schwerpunkte vor, um die Schüler besonders zu motivieren. „Für uns war auch die Ausarbeitung sehr interessant“, sagte Sophia, „man musste nicht nur mit Quellen arbeiten, sondern auch Zitate nach klaren Regeln einbinden. Das übt viel für noch kommende Prüfungen.“

Während des Vormittags zogen nicht nur die beteiligten Lehrkräfte, sondern auch mehrere Mitschüler unterer Jahrgänge ihre Bahnen und ließen sich die einzelnen Projekte zeigen und erklären. Dabei musste man bei dem ein oder anderen auch schon mal genauer hinsehen: Dennis Könker, Louis Bock und Alexander Päßler befassten sich mit der Erderwärmung. Ihre Ergebnisse trugen sie mithilfe einer Klimasimulation vor. „Dabei haben wir auch bestimmte Klimafaktoren, wie den Luftdruck, Temperatur und Wolken berücksichtigt“, erklärte Louis. Düker zeigte sich mit den präsentierten Ergebnissen sehr zufrieden: „Die Schüler haben sich intensiv mit den Themen auseinandergesetzt und dabei komplett eigenständig gearbeitet.“

Die Note wird dann aus der praktischen Phase, der Ausarbeitung, der Gestaltung eines Posters und letztlich der Präsentation am Projekttag ermittelt. Diese nimmt wiederum 20 Prozent der Gesamtnote in allen drei Fächern ein. „So können sich die Schüler auch noch einmal beweisen, wenn sie in einem Fach zwischen zwei Noten stehen“, sagte Düker. Der Projekttag hat sich im Laufe der Jahre als fester Bestandteil des Lehrplans etabliert. „So soll es auch weiter bleiben“, betonte Düker.

Aus der Wochenpost vom 17.05.2017