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Der Abschied von den Containern ist in Sicht - Bauarbeiten für Erweiterung des Gymnasiums kommen gut voran

Die üblichen Geräusche der Schulkinder fehlten in den Sommerferien – ruhig war und ist es im Gymnasium derzeit trotzdem nicht, denn die Arbeiten am Erweiterungsbau gehen unvermindert weiter.

Vom Fenster ihres Büros hat Schulleiterin Ute Lüßmann einen direkten Blick auf die nur wenige Meter entfernte Baustelle. Eine Störung ihrer Arbeit oder des nun wieder beginnenden Unterrichts befürchtet sie nicht: „Wir haben das Glück, dass die Baustelle räumlich abgetrennt ist, deswegen ist keine Beeinträchtigung zu erwarten.“

Nach dem Abriss des früheren Sek-II-Hauses an der Stelle des Neubaus im vergangenen Frühjahr begannen vorbereitende Arbeiten im November, und in diesem Frühjahr wurde mit den Ausschachtungsarbeiten die eigentliche Bauphase eingeleitet. „Der Bau ist dank der anhaltenden Gutwetterphase gut im Zeitrahmen, und wir gehen davon aus, dass er im zweiten Schulhalbjahr, voraussichtlich im Mai oder Juni, fertig wird“, so Lüßmann.

Bauherr der Maßnahme ist der Landkreis Diepholz als Schulträger, und auch hier ist man zuversichtlich: „Wir sind guter Dinge, dass wir im Kostenrahmen von 4,8 Millionen Euro bleiben“, bestätigt Mischa Flaspöhler, Leiter des Fachdienstes 65 Liegenschaften. „Wir haben nichts, was uns bautechnisch Bauchschmerzen bereitet!“

Der fertige Bau wird im Erdgeschoss zwei Musikräume und eine Musiksammlung umfassen. Sie ersetzen die beiden bisherigen Musikräume im naturwissenschaftlichen Trakt des Gymnasiums, und die bisherigen Musikräume werden umgestaltet zu einem Physikraum im ersten Obergeschoss und zu einem Chemieraum im zweiten Obergeschoss. Über den Musikräumen im Neubau entstehen insgesamt zwölf neue Klassenräume, die für die Jahrgänge 5 und 6 gedacht sind. „Wir hoffen, dass die neuen Räume unserem Klientel entgegenkommen“, so Lüßmann. Dazu gehört einerseits, dass die Räume nach den Standards für digitales Lernen ausgestattet werden mit modernen TFT-Bildschirmen und Einrichtungen für die Arbeit mit mobilen Endgeräten, und andererseits ein spezielles Mobiliar: Es gebe höhenverstellbare Tische und Stühle, weil die Kinder in diesem Alter noch stark wachsen, und die Räume erhielten zusätzliche Schränke, in denen die Kinder die schweren Schulbücher lagern können. Darüber hinaus wird der Bau mit einem Farbkonzept verknüpft, mit dem die Schule insgesamt bunter werden soll. Weiterhin werde es in jedem Geschoss einen Rückzugsraum für inklusiv zu beschulende Kinder geben. „Die Schulgemeinschaft freut sich darauf, einen neuen Bereich hinzu zu bekommen, der dem inklusiven Lernen und dem Lernen von Jüngeren entspricht, betont die Schulleiterin.

Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus kommt dann auch der Abschied von den bisher genutzten Containern, die seit mehr als vier Jahren auf dem Schulhof stehen. „Das löst unser Raumproblem aber nicht vollständig“, merkt Lüßmann an. Den zwölf neuen Klassenräumen stehen drei gegenüber, die mit dem Abschied von den Containern fehlen, und weitere vier Klassenräume sowie ein Gruppenraum sind in einem Gebäude in der Schmelingstraße angemietet. Der Mietvertrag laufe noch bis 2019, und es gebe bereits Gespräche mit dem Landkreis und dem Vermieter über eine Verlängerung des Mietvertrags, aber spätestens im Jahr 2020 mit dem neuen 13. Jahrgang steige der Raumbedarf weiter.

Noch nicht endgültig geklärt ist zudem das künftige Aussehen des Schulhofs. Die bisherigen Lehrerparkplätze vor dem Erweiterungsbau wird es nicht mehr geben, da der Bereich Teil des Schulhofs werden soll, und auch die Fläche, auf der momentan noch die Container stehen, wird dann überplant. Angedacht ist, für die beiden Ganztagsklassen der Jahrgänge 5 und 6 vor dem Erweiterungsbau zusätzliche Sitzgelegenheiten zu schaffen, und über die weitere Gestaltung macht sich laut Lüßmann ein Arbeitskreis des Gymnasiums bereits Gedanken.

Aus der Wochenpost vom 8. August 2018, Text und Bilder: H. Bartels

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