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Ein „Stück Europa“ nach Sulingen holen - Lehrkräfte des Gymnasium Sulingens nehmen an „Erasmus+ Fortbildungen“ teil

13 Lehrkräfte des Gymnasium Sulingens nehmen über einen Zeitraum von zwei Jahren an internationalen Fortbildungen im europäischen Ausland teil, die im Rahmen des „Erasmus+ Programms“ durch Stipendien der Europäischen Union gefördert werden. Auf diese Weise sollen regionale Standortnachteile im ländlichen Raum ausgeglichen werden. „Gleichzeitig wird auf diese Weise ein Stück Europa nach Sulingen geholt sowie ein Stück Sulingen nach Europa getragen“, so Schulleiterin Ute Lüssmann. Die Fortbildungen sollen sich dabei auf die drei inhaltlichen Ebenen des regionalen Standortausgleichs sowie der Weiterentwicklung der interkulturellen und digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern erstrecken und gehen u. a. nach Irland, Malta, Norwegen und Griechenland.

Über viele Jahrzehnte hinweg ist das Gymnasium Sulingen ein Ort des interkulturellen Austausches gewesen. Zahlreiche Austausch- und Studienfahrten in das europäische Ausland prägen bis heute das Schulleben. Die Förderung eines internationalen Miteinanders sowie der damit verbundenen Fremdsprachenkompetenz hat bis heute einen sehr hohen Stellenwert an der Schule, gestaltet sich aber durch einen regionalen Standortnachteil fernab von internationalen Bildungsstätten schwierig. Diesem soll durch die Erasmus+ Fortbildungen entgegengewirkt werden. So wird sich eine Fortbildung auf Malta konkret mit der Planung, Durchführung und Reflexion von Studienfahrten und Exkursion beschäftigen. „Diese Fortbildungen haben immer auch den Zweck des Austausches mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern. Daraus können sich in Zukunft weitere Austauschprogramme mit anderen europäischen Schulen ergeben. Schülerinnen und Schüler lernen dadurch von anderen Kulturen. Durch solche kulturellen Begegnungen kann man dem neuerdings wiederaufflammenden Rassismus in Teilen unserer Gesellschaft wirksam entgegentreten.“, so Marc Küpker, Beauftragter für den Bereich „Europaschule“ am Gymnasium Sulingen.

Der ländliche Raum der Schule bietet den Schülerinnen und Schülern zudem zwar die Möglichkeit, sich mit aktuellen Merkmalen, wie etwa erneuerbaren Energien, auseinander zu setzen. Gleichzeitig stellen sich den Lernenden aber auch komplexe Anforderungen, zum Beispiel hinsichtlich der Berufs- und Studienwahl, die sich besonders für Gymnasiasten aufgrund der Entfernung zu einigen Universitäten nur schwer meistern lassen. Auf der Grundlage einer internationalen Fortbildung soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass die Schülerinnen und Schüler zukünftig auch Lösungsansätze und Möglichkeiten aus anderen europäischen Ländern kennenlernen und gegebenenfalls für sich nutzen können. Dieses mag ihnen dann auch bei der zukünftigen Berufs- und Studienwahl behilflich sein.

Letztendlich soll ein Austausch auf europäischer Ebene auch der Verbesserung der Lernenden im Bereich der digitalen Medienkompetenz dienen. Konzepte in diesem Bereich können so auf europäischer Ebene ausgetauscht und auf ihre Übertragbarkeit auf die Situation am Gymnasium Sulingen überprüft werden.