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Frei und gleich an Würde – so singen Schüler des Gymnasiums Sulingen die Menschenrechte

Vor 70 Jahren verabschiedete die UN die Menschenrechts-Charta – nach grausamen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg. Der gebürtige Bremer Axel Christian Schullz hat sie vertont, damit Schüler sie kennenlernen.

Der Komponist Axel Christian Schullz hat die Artikel der Menschenrechte der Vereinten Nationen vertont. Mit seinem Projekt "Sing Human Rights“ möchte der gebürtige Bremer kultur- und religionsübergreifende Werte vermitteln. Sein Ziel ist es, die Inhalte der Menschenrechtsartikel bekannter zu machen. Vor zwei Jahren kontaktierte er Schulen in Bremen und Niedersachsen, um das Projekt mit den Schulchören umzusetzen. Bei der Bremerin Gabriele Steinhausen ist er auf offene Ohren gestoßen.

Steinhausen ist Lehrerin am Gymnasium in Sulingen. Die musikalische Begabung bringt sie von zu Hause aus mit. Ihr Vater, Erich Ehlers, war Musikdirektor an den Landeskirchen in Bremen. Sie selbst ist in der St. Stephani-Gemeinde groß geworden. „In der heutigen Zeit geht es größtenteils um Profit und nicht mehr um Nächstenliebe. Ich versuche das, was ich in meiner Kindheit und Jugend gelernt habe, weiterzugeben: Einen christlichen und humanen Umgang“, so Gaby Steinhausen.

Vor allem aber möchte Steinhausen, dass sich ihre Schüler genauer mit den Menschenrechten auseinandersetzen. Sie sollen sich selbst hinterfragen, ob sie ihren Mitmenschen mit Respekt begegnen. Das ist Steinhausen deshalb wichtig, weil der Umgangston immer rauer werde, vor allem in den sozialen Medien.

Über die Melodie behielten die Schüler die Artikel besser im Kopf, sagt Steinhausen. Außerdem macht es mehr Spaß auf diese Art und Weise Texte zu lernen. Die Schüler machen begeistert mit. Auch sie finden es wichtig, sich mit den Menschenrechten zu beschäftigen. Zum Beispiel mit Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Dieser Artikel bildet die Grundlage für Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Dort steht geschrieben, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. „Artikel 1 ist sehr wichtig, da er für die Grundrechte steht. Wir machen damit einen weiteren Schritt für die Zukunft, dass wir unsere Rechte einfordern.,“ betont Laura Elbrecht, Jahrgangsstufe 12.

Besonders gut kommt bei den Schülern Artikel 24 an. Er handelt davon, dass jeder Mensch das Recht auf Erholung und Freizeit hat. Paula Schwabe, ebenfalls Jahrgangsstufe 12: „Artikel 24 finde ich sehr wichtig. Es geht um Freizeit und auch um Hobbys und gerade für uns als Jugendliche, denke ich, dass es eine Abwechslung zur Schule geben muss.“

Mit all diesen Botschaften schickte Chorleiterin Gabriele Steinhausen ihre Schüler dann auch in die Weihnachtsferien: Sich und seinen Nächsten zu lieben und zur Ruhe zu kommen.

Quelle: Radio Bremen, buten un binnen