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„Am Ende überwiegen die Vorteile“ - Projekt „Energie und Umwelt“: Schüler des Gymnasiums Sulingen stellen Ergebnisse vor

Bei aller Kritik am Einsatz von Biogas-Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien: „Am Ende überwiegen für mich persönlich die Vorteile“, sagt Eliah Robowski, „weil die Anlagen wetterunabhängig arbeiten.“ Robowski ist Schüler des elften Jahrganges des Gymnasiums Sulingen. Während des Präsentationstages des Projektes „Energie und Umwelt“ am Dienstag stellte er gemeinsam mit seinen Mitschülerinnen Aenne Korte, Emelie Rose und Madeleine Kersel die Ergebnisse der Untersuchungen der Funktionsweise von Biogas-Anlagen vor. Madeleine Kersels Familie betreibt im Flecken Siedenburg eine Anlage. Insofern habe die Themenwahl nahe gelegen, sagt sie. „Weil wir eben im Thema drin sind.“ Laut Emelie Rose hätten bereits im Dezember die ersten Arbeiten zu dem Projekt begonnen. „Zumindest haben wir da die Daten festgelegt, was wir wann fertig haben müssen.“

Nicht nur die Präsentationen werden bewertet, sondern auch die dazugehörigen Ausarbeitungen. „Das macht 50 Prozent der Note aus“, erklärt Aenne Korte. In der Ausarbeitung betrachtete das Quartett die Möglichkeiten der Gewinnung von Energie aus Biomasse in Gänze, beschrieb die Versuchsanordnung, an der die Schülerinnen und der Schüler am Dienstag die Funktionsweise einer Biogas-Anlage erläuterten.

Vor 22 Jahren hatten Schulleitung, Lehrkräfte und Schülerschaft des Gymnasiums Sulingen zum ersten Mal zum Präsentationstag eines Projektes „Energie und Umwelt“ gebeten. Seitdem machen sie das jährlich. „Nur letztes Jahr nicht“, erklärt Jürgen Düker, Koordinator des mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldes der Schule an der Schmelingstraße. „Folge der Umstellung von G8 auf G9.“ Waren 2017 noch Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrganges an dem Projekt beteiligt, sind es in diesem Jahr die des elften Jahrganges.

Düker spricht von 120 Schülerinnen und Schülern die in diesem Jahr an den Projekten mitgewirkt hatten. „Aus fünf Klassen.“ In der Wahl der Projekte seien sie weitgehend frei. „Wichtig ist uns, dass ein Experiment im Mittelpunkt der Projektarbeit steht.“ In diesem Jahr hatten sich Fachlehrer und Schülerschaft auf vier Experimentierphasen an zwei Vormittagen zu jeweils vier Unterrichtsstunden pro Klasse des Jahrganges konzentriert.

Emelie Rose: „Darüber hinaus haben wir uns mehrfach an der Biogasanlage in Siedenburg getroffen, um uns alles vor Ort genau anzugucken.“ Aenne Korte: „Alles in allen war das ein tolles Projekt; mal was anderes. Auf jeden Fall wird man motiviert, mehr über den Einsatz erneuerbarer Energien nachzudenken.“ Neben Biogasanlagen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes mit Themen wie Solarenergie, Windenergie, Brennstoffzellen, Batterien und Einsparpotenzialen.

Projektkoordinator Jürgen Düker am Dienstag: „Die Schülerinnen und Schüler sind hoch motiviert – und wachsen an solchen Präsentationstagen nicht selten über sich hinaus. Sie geben sich sehr viel Mühe – und machen das gut.“  

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 15.05.2019