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„Nicht alles Gold, was glänzt...“ – Podiumsdiskussion am Gymnasium: Biogas und Windenergie zu Recht Aushängeschilder der Energiepolitik?

SULINGEN (fs)„Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Biogas und Windkraft im Fokus“, unter dieses Motto stellte Sören Mohrmann, Schüler der Qualifikationsphase 2 (Q2) des Gymnasiums Sulingen seine Präsentation, die als Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema erneuerbare Energie diente.

 

Organisiert haben die Veranstaltung Ivonne Sander und Ina Rudkowski, Schülerinnen der Qualifikationsphase 1, und Sören Mohrmann. Sie präsentierten das Thema „Energiepolitik und soziale Marktwirtschaft“ – in einer anderen Art, als Podiumsdiskussion. Eine neue Unterrichtsform am Gymnasium Sulingen, wie Max Gellermann, Fachobmann des Fachbereiches Politik des Gymnasiums Sulingen, erklärte. Als Fachleute eingeladen waren der Geschäftsführer der „WestWind Projektierungs GmbH & Co. KG“, Dipl.-Ing. Gerard Meindertsma, und der Biogaserzeuger Andreas Detering aus Ströhen. Fast 200 Schüler der Qualifikationsphase 1 und 2, die Politik als Prüfungsfach auf erhöhtem oder grundlegendem Niveau gewählt haben, folgten gestern Vormittag im Theater des Gymnasiums der Einleitung von Sören Mohrmann. Ressourcenknappheit und Importabhängigkeit bei der Energieversorgung – Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie, Windkraft und die Bioenergie als erneuerbare Energien, das Energieeinspeisungsgesetz und die Vergütungssätze pro erzeugter Kilowattstunde: Das alles stellte Mohrmann anschaulich dar. Nachdem er erklärt hatte, wie sich die erneuerbaren Energien im Wirtschaftskreislauf einfügen, ging er auf die Anzahl der Windkraft- und Biogasanlagen, die erzeugte Energieleistung und deren Effizienz ein. Mit einer Auflistung „Pro und Contra“ und der Frage „Sind die erneuerbaren Energien

zu Recht so hoch gelobt?“ leitete er über an Ivonne Sander und Ina Rudkowski und die Gäste.

Bei der von den Schülerinnen geführten Podiumsdiskussion stellten sich Andreas Detering, der in Ströhen eine 500-KWBiogasanlage betreibt, und Gerard Meindertsma, der mit „WestWind“ seit 1998 weltweit 123 Windkraftanlagen errichtet hat, den Fragen des Plenums. Ehrliche und ausführliche Antworten zeichneten die Gäste aus. Auch, dass erneuerbare Energien nicht ganz ohne Beeinträchtigungen der Anwohner produziert werden können, wurde angesprochen. Und auch, dass die gesetzlichen Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes jene Beeinträchtigungen einschränken. Die beiden Gäste bedankten sich für die Einladung und boten sich für weitere Veranstaltungen zum Thema erneuerbare Energien an. Max Gellermann dankte den Schülern und wies auf die Ausstellung zum Thema „Erneuerbare Energien“ im Foyer des Gymnasiums hin.

 

aus der Sulinger Kreiszeitung vom 04.03.2010

 

Verfasser: Timpke