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Regionalentscheid von „Jugend debattiert“ erstmals am Gymnasium Sulingen

Zum ersten Mal fand der Regionalentscheid „Jugend debattiert“ am Gymnasium Sulingen statt. Die jeweiligen Schulsieger der Gymnasien aus Bruchhausen-Vilsen, Wildeshausen, Delmenhorst, der Oberschule Bassum sowie der gastgebenden Schule aus Sulingen nahmen daran teil.

Die Diskussionsthemen hatten die Teilnehmer bereits zehn Tage vor dem Wettbewerb erhalten, aber erst kurz vor dem Start erfuhren sie, ob sie die Pro- oder die Kontra-Seite vertreten sollten. Jede Runde gliederte sich in drei Phasen: Dem Eingangsstatement der Debattanten folgte ein offener Schlagabtausch, bevor sie ihre Positionen noch einmal zusammenfassten. Eine Jury beurteilte, wie überzeugend sie argumentiert hatten. Die vier Besten der Qualifikationsrunden bestritten die Finalrunde ihrer Alterstufe.

Im Regionalentscheid von „Jugend debattiert“ belegte in der Sekundarstufe I Charlotte Schröder (Gymnasium Bruchhausen-Vilsen) den ersten Platz vor Charlotte Fischer (Gymnasium Wildeshausen). In der Sekundarstufe II siegte Stella Wolke vor Andrasch Jörgensen (beide Gymnasium Wildeshausen). Sie alle qualifizieren sich damit für den Landesentscheid am 10. März im Landtag in Hannover.

Für die zwei Erstplatzierten aus beiden Altersstufen geht es zunächst im Februar nach Bad Nenndorf zum Regionalsieger-Semiar. Der Landessieger wird im März in Hannover beim Niedersächsischen Landtag ermittelt, und das Bundesfinale wird im Juni in Berlin ausgetragen.

Für Stella Wolke und Andrasch Jörgensen ist es bereits die zweite Teilnahme am Landesentscheid. „Man weiß ungefähr, wie der Ablauf ist und entwickelt Techniken, um sich vorzubereiten“, sagt Andrasch. „Die Struktur ist ganz anders, weil der Landtag so ein riesiges Gebäude ist, aber man ist durch die Erfahrung entspannter bei der Vorbereitung“, ergänzt Stella. Ihre Erfahrungen wollen beide unterschiedlich nutzen: Er sei bei den Jusos aktiv und die Fähigkeiten aus dem Debattierwettbewerb könne er dafür nutzen. Mit Politik weniger am Hut hat Stella. Sie sehe das eher als Qualifikation für die Arbeitswelt: „Man scheut sich nicht, sich mit anderen Positionen auseinanderzusetzen.“

„Ich freue mich total, vor allem auf das Regionalsieger-Seminar“, so Charlotte Schröder, „und bei den Debatten im Landtag werde ich bestimmt total aufgeregt sein.“ „Am meisten freue ich mich auf das Seminar“, bestätigt Charlotte Fischer, „und nach Hannover gehe ich mit den selben Erwartungen wie hierher. Ich bin froh, dabei zu sein.“

Schwierigkeiten, sich in die vorgegebenen Themen einzufinden, hatten beide nicht: Ihre Klasse habe ihr beim Finden der Argumente geholfen, verrät Charlotte Fischer, und je mehr man sich damit beschäftige, desto mehr falle auf, wie viele Seiten eine Thematik habe. Ihr habe geholfen, erst einmal die Begriffe um diese zu definieren, so Charlotte Schröder. „Man ist dann immer mehr drin und weiß gar nicht, wie man das Thema jemals uninteressant finden konnte.“

Christian Kramer, der für das Gymnasium Sulingen den Wettbewerb organisierte, erklärt, worauf es bei der Teilnahme ankommt: Die Schüler sollten ihre Urteilskraft schärfen, lernen, Entscheidungen zu treffen und sich zu mündigen Bürgern entwickeln.

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 31.01.2020