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Musikschaffende des Gymnasiums Sulingen bieten bemerkenswertes Konzert

Die Musikschaffenden des Gymnasiums Sulingen erfinden sich immer wieder neu. Mit der 34. Ausgabe des Schulkonzerts, zu dem rund 160 Gäste einfanden, luden sie zu einer musikalischen Reise mit vielen Überraschungsmomenten ein. Unter der Leitung der Musikpädagogen Georg Biermann, Dr. Sven Ehlers, Liga Kravale-Michelsohn, Gabi Steinhausen und Marc-Stefan Thews waren 70 Schüler verschiedener Jahrgänge und Leistungsstufen beteiligt, weitere 25 waren hinter den Kulissen im Einsatz. Traditionell präsentieren sich im Rahmen der Schulveranstaltung ambitionierte Nachwuchstalente – Ansporn für diejenigen, die noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen.

„Wir haben viele vertraute Melodien neu interpretiert. Die Entwicklung der Stücke scheint logisch und konsequent, und doch haben wir um die Realisierung gerungen und immer wieder geprobt“, sagte Georg Biermann mit einem Lob an alle Beteiligten. Auf der Bühne standen Orchester-Formationen, der Chor, die Rockband „Frontbeat“, die Bigband und die Tanz AG Nr. 1 sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die als Solisten oder in kleinen Ensembles gesanglich oder instrumental ihr Können unter Beweis stellten.

Viele der ehemaligen Leistungsträger haben die Schule abgeschlossen, jüngere Jahrgänge rücken nach. „Es ist erstaunlich, dass immer wieder neue Talente auftauchen“, sagten Georg Biermann und Gabi Steinhausen. Allerdings habe das Fach Musik nicht mehr den Stellenwert wie früher: „Zur Vorbereitung des Konzerts sind wir mit nur 60 Schülern nach Hitzacker gefahren, in anderen Jahren waren es über 100.“

Das Ergebnis der Proben überzeugte. Stellvertretend sei das Medley von Beatles-Songs genannt, die Orchester und Rockband (Sänger: Jörn Bergmann) zu neuer Blüte brachten. Marc-Stephan Thews, Idee und Arrangement, hatte die Schüler für das gemeinschaftliche „Fab Four Projekt“ begeistern können. Eine „traumhafte“ musikalische Reise mit Showeinlagen präsentierte der Musikkurs eA von Georg Biermann. Ihr Flug mit der Wildgans Greta – umweltfreundliche Alternative zu dem verpassten Flieger – führte sie über Schweden, Mexico und Russland nach Wien, ihrem eigentlichen Ziel.

Gespickt mit „Action“ waren auch die Beiträge des Chores. Er präsentierte unter anderem Songs aus den Musicals „König der Löwen“ und „Mary Poppins“, mit einer finalen Tanzeinlage von Dirigentin Gabi Steinhausen. Ebenfalls überzeugend war das achtköpfige Gesangsensemble unter ihrer Leitung mit „A Quiet Thing“ von Fred Ebb and John Kander.

„Wir wollen uns nicht in allem mit Ludwig van Beethoven vergleichen: So kalt wie bei der Uraufführung seiner Symphonien Nr. 5 und 6 im ungeheizten Wiener Theater ist es hier nicht“, scherzte Georg Biermann in Anspielung auf die Kritik von Johann Friedrich Reichardt; mit der „Überlänge“ des historischen Konzerts im Jahr 1808 könne man jedoch mithalten. Alle Zuhörer, „die noch Laune und Stimme haben“, lud er ein, in die von Beethoven vertonte „Ode an die Freude“ (Friedrich Schiller) einzustimmen – krönender Abschluss eines wieder einmal bemerkenswerten Konzerts.

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 08.02.2020