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Sibylle Mahrdt-Hehmann und Dr. Manfred Baar in den Ruhestand verabschiedet

Am Gymnasium Sulingen wurden im Rahmen einer Dienstbesprechung im Anschluss an die Zeugnisausgabe Sibylle Mahrdt-Hehmann und Dr. Manfred Baar in den Ruhestand verabschiedet.

Zwar waren aufgrund der Hygienevorschriften Umarmungen nicht erlaubt, aber die Abschiedsworte waren deswegen umso herzlicher.

Sibylle Mahrdt-Hehmann legte ihr Examen 1976 in Münster ab, anschließend hatte sie eine befristete Beschäftigung an einer Schule in Hattingen. Nach Sulingen wechselte sie am 1. Oktober 1979, und zwar an die Realschule, an der sie 30 Jahre unterrichtete.

Ihr gesamtes Berufsleben sei davon geprägt gewesen, sich ständig weiterzubilden, hob Schulleiterin Dagmar Gerding in ihrer Ansprache hervor. So studierte sie berufsbegleitend Philosophie an der Fernuni Hagen und beendete das Studium mit dem Magister Artium. Nebenbei übersetzte sie ein Philosophiebuch vom Italienischen ins Deutsche, denn fließend italienisch hatte sie sich inzwischen auch noch beigebracht. Irgendwann sei auch das nicht mehr genug Herausforderung gewesen: Sie rief bei der damaligen Schulleiterin Ute Lüßmann an: „Wollen Sie eine Philosophin?“ Daraus wurde schließlich die Versetzung an das Gymnasium Sulingen zum 3. August 2009. Um als Studienrätin eingestellt zu werden, erklärte sie sich damit einverstanden, erneut eine Probezeit zu durchlaufen, die am 4. Januar 2011 mit der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit endete. Dagmar Gerding betonte: „In diesen 11 Jahren hast du dich sehr für unsere Schule engagiert.“ Beispielhaft nannte die Schulleiterin den französischen Schüleraustausch mit Mondoubleau, den sie bis zum letzten Jahr hauptverantwortlich mit geplant hat, die Organisation von Vortragsveranstaltungen – so konnte sie den Bürgerrechtler Rainer Eppelmann für zwei Veranstaltungen gewinnen -, sie begründete die Philosophie-AG und brachte sich mit viel Engagement im Netzwerk Europaschule ein.

Sibylle Mahrdt-Hehmann war durchgehend in ihren drei Fächern Französisch, Geschichte sowie Werte und Normen eingesetzt. Die 65jährige betonte, dass sie immer empfunden habe, dass die Schule einen Geist der Hilfsbereitschaft atmet und sie daher elf wunderbare Jahre mit einem tollen Kollegium und tollen Schülern erleben durfte.

Dr. Manfred Baar legte 1973 sein Abitur in Moers ab. Von 1973 bis 1980 folgte ein Studium der Fächer Latein und Geschichte in Köln, unterbrochen vom 15monatigen Grundwehrdienst. Parallel zum Studium arbeitete er bereits als nebenberufliche Lehrkraft in Köln. Nach dem Examen im Dezember 1980 hat Dr. Manfred Baar zunächst an der Universität in Köln als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet, bevor er ab Februar 1982 sein Referendariat am Seminar in Duisburg abgeleistet hat.

Anschließend erfolgte eine Anstellung am katholischen Gymnasium in Eschweiler. Da dort aber nur befristete Verträge möglich waren, entschied er sich für eine feste Planstelle am Gymnasium Sulingen, die er als Studienassessor am 12. September 1986 antrat. Ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Studienrat und in der Folge im September 1988 die Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit.

Im Jahr 1990 erfolgte die Promotion, sodass mit Wirkung vom 17.12.1990 Manfred Baar berechtigt war, den Doktortitel vor seinem Namen zu führen. Im darauffolgenden Schuljahr wurde er Fachobmann des Faches Latein, dieses Amt übte er fast 30 Jahre bis zu seiner Pensionierung gewissenhaft aus. Im Zusammenhang mit dieser Beauftragung wurde Manfred Baar 2002 dann das Amt eines Oberstudienrates übertragen.

Dagmar Gerding hob in ihrer Ansprache hervor: „Du hast die Herausforderung, 34 Jahre an einer Schule zu unterrichten, bravourös gemeistert. Du hast gesagt, dass du sehr gerne Lehrer gewesen bist und das hast du aus meiner Sicht auch immer ausgestrahlt. Ja, du hattest einen hohen Anspruch an deine Schülerinnen und Schüler, aber auch an deinen eigenen Unterricht gestellt. Aber gleichzeitig war dir ein vertrauensvoller Umgang mit deinen Lerngruppen wichtig.“

Zahlreiche Klassen- und Studienfahrten wurden von Dr. Manfred Baar organisiert und begleitet, darunter nach Rom oder auch in die USA. Symbolisieren diese Ziele die antike und moderne Welt, so gelte diese Verknüpfung auch für seinen Unterricht in den Fächern Geschichte und Latein: Er habe stets über den eigenen Tellerrand hinausgesehen und sich zum Beispiel mit Mathematik- und Physikkolleginnen und -kollegen ausgetauscht, um antike Naturphilosophen besser vorstellen zu können. Auch sei bereits vor 20 Jahren der Einsatz des Computers im Lateinunterricht ein Thema für ihn gewesen, so Dagmar Gerding. Die Schulleiterin weiter: „Du hast in deinem Unterricht immer wieder versucht, den Blick deiner Schülerinnen und Schüler zu weiten und Lernen nicht nur auf die Schule bezogen zu verstehen.“

Den Worten der Schulleiterin schlossen sich jeweils Dankesworte der Fachgruppenvertreter sowie des Kollegiums an.