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„Saft“ aus Cola und Zitronen - Energieprojekt am Gymnasium Sulingen

SULINGEN (ab) Alternative Energiequellen mal anders: Dass man aus Cola in Kombination mit Kupfermünzen eine Batterie herstellen kann, wurde beim Präsentationstag zum Projekt „Energie und Umwelt“ im Gymnasium Sulingen demonstriert.

Bereits zum 13. Mal lud die Schule zum Projekttag ein. Erneut haben die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen (diesmal 134) bereits Ende vergangenen Jahres im Physik- und Chemie- sowie erstmals auch im Biologieunterricht ihre Themen gewählt und begonnen, Informationen zu sammeln. Im Januar führten sie an mehreren Experimentiertagen in verschiedenen Quellen gefundene, aber auch selbst entwickelte Versuche durch, berichtet Wilhelm Wilhelmi, Obmann der Fachschaft Chemie. „Die Erfahrungen beim Lösen experimenteller Probleme stellen einen wesentlichen Aspekt des Projektes dar, ebenso die Ausarbeitung der Präsentation und die Kurzvorträge – das ist eigentlich noch wichtiger als die Inhalte.“

Bei denen hätten sich in den 13 Jahren einige Konstanten entwickelt, etwa Versuche mit Photovoltaikzellen, Biogasund Biodiesel. „Wir hatten auch immer wieder Themen, als die noch gar nicht ‚in Mode‘ waren, zum Beispiel Brennstoffzellen. Und es kommen immer neue Aspekte hinzu.“ So beschäftigte sich ein Gruppe mit dem Windwiderstand, um die optimale Form für die Rotoren von Windkraftanlagen zu bestimmen. Die Auswirkungen der Lichtintensität und der Umgebungstemperatur auf die Leistung von Solarzellen, Ursachen des Treibhauseffektes und Möglichkeiten zur CO2-Einsparung, energieeffiziente Haushaltsgeräte und der Stromfresser „Stand-by-Modus“ zählten ebenfalls zu den 34 Themen, die von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet und präsentiert wurden. Und das vor großem Publikum, neben Mitschülern waren die Eltern der Zehntklässler eingeladen, Bürgermeister Harald Knoop und einige Ratsmitglieder sowie eine Klasse der Realschule kamen zu Besuch. Das Energieprojekt findet mittlerweile auch über den Sulinger Raum hinaus Beachtung: Die Fachberaterin

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Landesschulbehörde Hannover, Ursula von

der Heyde, hatte die Vertreter der „Umweltschulen in Europa“ in ihrem Bezirk zum Präsentationstag am Sulinger Gymnasium eingeladen.

 

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 24.04.10

Verfasser: Timpke