Benutzer:

Passwort:

 

Allgemein

Vorlesefreudige lassen sich von Corona nicht abhalten

Mona Sander (Klasse 6a) strahlte, als ihr Petra Neubauer, die Organisatorin des Vorlesewettbewerbs am Gymnasium Sulingen, nach einem spannenden Wettbewerb mitteilte, dass die Jury sie zur Schul¬siege¬rin erklärt hatte. Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Börsenvereins gibt in jedem Jahr den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse die Gelegenheit, ihre liebsten Geschichten vorzustellen.

In diesem Jahr musste der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs zwar wie im letzten Jahr unter Coronabedingungen stattfinden, doch war der Veranstaltungsort neu. In der Stadtbücherei Sulingen - anstelle der Schulbibliothek - mussten sich die Klassensiegerinnen bzw. Klassensieger der starken Konkurrenz an einem ungewohnten Ort stellen. Die Stadtbücherei bot einen würdigen und atmosphärisch guten Rahmen, waren sich alle Teilnehmenden nach dem Wettbewerb einig. Mit Frau Borchers saß erstmals auch eine Bibliotheksmitarbeiterin in der Jury, für die Frau Neubauer neben ihrem Deutschkollegen Marc-Stefan Thews noch Livia Meiners als Vorjahressiegerin sowie Jolina Renzelmann, eine diesjährige Abiturientin, gewinnen konnte.

Anders als im Vorjahr stellten dieses Mal neben den Schülerinnen Mona Sander und Amelie Schmidt auch wieder zwei Schüler, Ole Bobrink sowie Josha Wachendorf, ihr Können unter Beweis. Von Leseunlust könne also keine Rede sein, stellte Frau Neubauer zu Beginn des Wettbewerbs erfreut fest. Die Klassensieger:innen durften- wie in jedem Jahr- eine Begleitperson zur Unterstützung mit zum Schulentscheid bringen und diese drückten ihren Kandidat:innen kräftig die Daumen. Nervosität und Spannung lagen dennoch in der Luft, denn schließlich sollte nun die Schulsiegerin bzw. der Schulsieger von der fünfköpfi¬gen Jury ermittelt werden.

Die Vorlesenden führten jeweils kurz in die von ihnen ausgesuchten Bücher ein, um dann in einer dreiminütigen Vorstellung eine gute Lesetechnik und Textgestaltung unter Beweis zu stellen. Da¬bei gelang es Mona Sander besonders gut, mit einem lebendigen Vortrag die aufgeregte Atmo¬sphäre der vorgelesenen Situation aus dem Buch „Glennkill- Ein Schafskrimi“ von Leonie Swann zu erzeugen. „Ihr lasst euch offenbar den Spaß am Lesen auch unter diesen besonderen Umständen nicht nehmen. Es hat uns Spaß gemacht, euch zuzuhören“, stellte die Juryvorsitzende anerkennend nach den Vorträgen fest. Besonders der zweite Teil der einzelnen Vor¬stellungen, in dem alle aus einem unbekannten Text vorlesen muss¬ten, stellte für die Schüler:innen eine Herausforderung dar. Den Jurymitgliedern half dieses Vorlesen eines fremden Textes sehr bei ihren Entscheidungen. Während der Pause, in der sich die Vorleser:innen etwas vom Stress erholen konnten, waren sich die Jurymitglieder bald einig, dass Mona den unbekannten Text genauso so gut wie ihren vorbereiteten vorgelesen hatte und dabei so souverän wirkte, dass sie für die nächste Wettbewerbsebene gut gewappnet scheint. Nach der „versüßten“ Pause bedankte sich die Organisatorin im Namen der Jury für die gelungenen Vorstellungen der starken Leserinnen und Leser und überreichte allen als Anerkennung für ihre Teilnahme einen Bücher¬gutschein der Buchhand¬lung „Eulenspiegel“, damit sie spätestens in den Weihnachtsferien wieder begeistert lesen könnten.

Die Schulgemeinschaft drückt Mona die Daumen und wünscht ihr viel Erfolg!

Text: P. Neubauer

Foto: J. Renzelmann

Bildunterschrift: Alle Vorleser:innen des Schulentscheides 2021: Ole Bobrink (6c), Josha Wachendorf (6d), Mona Sander (6a) und Amelie Schmidt (6b) haben mit Begeisterung vorgelesen und einen Buchgutschein bekommen. Am Ende hatte Mona (zweite von rechts) die Nase vorn.