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Künftige Abiturienten befragen Vertreter der Bundeswehr - Zwischen persönlichen Erfahrungen im Krieg und globalen Sicherheitsinteressen

Auf Einladung der Fachschaft Politik-Wirtschaft besuchten am Donnerstag die Jugendoffiziere Hauptmann Meike Bauersfeld und Hauptmann Martin Wiemann das Gymnasium Sulingen. Sie stellten die Aufgaben und Funktion der Bundeswehr vor, gaben auch persönliche Einblicke in ihren Dienst und ihre Laufbahn bei der Bundeswehr.

Wichtig war er den Jugendoffizieren, dass die Veranstaltung nicht als Werbung für die Bundeswehr als Arbeitgeber, sondern vielmehr als Informations- und Diskursplattform für SchülerInnen diene. Die beiden Gäste informierten die anwesenden SchülerInnen des 13. Jahrgangs – auch aus persönlicher Sichtweise – über den Dienst bei der Bundeswehr und ermunterten ihr Publikum zu einer kontroversen Auseinandersetzung: „Wir können damit leben, wenn Ihr heute nach der Veranstaltung aus dem Raum geht und denkt, dass die Bundeswehr abgeschafft werden soll oder vielleicht viel zu viele Gelder bekommt“, so Meike Bauersfeld zu Beginn des Vortrages. „Stellt also auch gerne kritische Nachfragen.“ Und diese Gelegenheit nutzen die SchülerInnen ausgiebig.

Es entwickelte sich im Verlauf der Veranstaltung eine offene Diskussion zwischen den Vertretern der Bundeswehr und den SchülerInnen über die grundsätzliche Ausrichtung und die aktuellen Einsätze der Bundeswehr, aber auch über grundlegende sicherheitspolitische Fragen. Dabei knüpften die SchülerInnen an vielen Stellen an die aktuellen Inhalte aus dem Politikunterricht an, zum Beispiel als Martin Wiemann über die Bundeswehr-Einsätze in Mali oder Syrien berichtete. Besonders eindrucksvoll für die SchülerInnen waren dabei die persönlichen Erfahrungen der Referenten in den Krisengebieten.

Einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Wiemann informierte die SchülerInnen über die historischen Hintergründe und stellte sich anschließend den Nachfragen der Zuhörer. Im Fokus stand dabei die Debatte, ob die NATO überhaupt noch zeitgemäß sei oder ob die EU eine eigene europäische Armee brauche.

Die verantwortlichen Fachlehrer erhofften sich neben der Gelegenheit, einen direkten Einblick in die Arbeit der Bundeswehr zu erhalten, vor allem, dass die SchülerInnen Ihre Kenntnisse aus dem Unterricht vertiefen können. „Für unsere SchülerInnen ist das eine tolle Gelegenheit, die Themen aus dem Unterricht, die für alle Teilnehmer ja abiturrelevant sind, mit praxisnahen Akteuren zu diskutieren und dabei Position zu beziehen“, so Fachobmann Christian Kramer.