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Allgemein

„Offenheit ist der Schlüssel für alles“ – interkulturelle Annäherung über das gemeinsame Bemalen von Stofftaschen

Wir haben uns als Spanischkurs im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie man dafür sorgen kann, dass sich die Ukrainer und Afghanen an unserer Schule besser aufgenommen und wohler fühlen. Zunächst haben wir uns überlegt, die Schüler in einer Doppelstunde erst einmal kennenzulernen. Um die Schüler nicht zu überfordern, haben wir uns in kleine Gruppen von jeweils drei bis vier SchülerInnen aufgeteilt.

So konnte man sich untereinander kennenlernen und bereits erste Hemmungen vor dem Kontakt ablegen. Nach dem Treffen mit ihnen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass Offenheit der Schlüssel für alles ist. Denn man macht sich selber immer zu viele Gedanken darüber, wie man sich am besten verhalten sollte: Inwiefern kann man sich verständigen? Welche Gesprächsthemen sind angemessen oder wollen sie überhaupt Kontakt mit uns aufnehmen?

Damit wir einen noch besseren Draht zueinander bekommen, haben wir uns Möglichkeiten überlegt, wie wir die Kommunikation noch leichter machen können. Nachdem wir ein paar Interessen der Ukrainer und Afghanen zusammengetragen haben, haben wir uns dazu entschieden, verschiedene Sportarten, wie Fußball und Volleyball auszuüben und Stofftaschen zu bemalen. Somit hatten wir alle Interessen gedeckt. Dank der vielen Möglichkeiten, in Form von Malerei, (Ball)Spielen oder auch Musik hören, hat sich jeder einzelne nach und nach mehr geöffnet und sich freiwillig an den Aktivitäten beteiligt. Somit kam es ganz automatisch zu Gesprächsthemen, wobei die Verständigung keinerlei Probleme darstellte. Neben der Vermischung verschiedener Sprachen wusste man sich auch mit Mimik und Gestik zu helfen. Wir hatten das Gefühl, dass jeder etwas Passendes für sich gefunden hat und dabei sehr viel Spaß hatte, was uns total viel Freude bereitet hat. Ganz nebenbei sind viele schön bemalte Stoffbeutel entstanden, die als positive Erinnerung an das Treffen dienen.

Es sind so viele Kulturen und unterschiedliche Altersklassen aufeinandergetroffen, ohne dass auch nur einer ausgegrenzt wurde, weshalb dieser Vormittag unserer Meinung nach eine sehr große Symbolkraft besitzt. Es ist der beste Beweis dafür, dass es keine Rolle spielt, zu welcher Kultur man gehört oder wie man aussieht, da wir letztendlich alle gleich sind und uns ohne Probleme vertragen und verständigen können. Statt möglichen Vorurteilen und Zweifeln bezüglich des Kennenlernens anderer Kulturen sollte man sich einfach darauf einlassen und der Rest geschieht wie von selbst.

Text von Janina Levin und Ioanna Adamidou (Spanischkurs Jhg. 13 von Frau Wirtz-Lerich)

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