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Digitales „Schwarzes Brett“ - Vertretungsplan und mehr: Sponsoren ermöglichen Gymnasium Anschaffung eines neuen Systems

SULINGEN (ab) Den Vertretungsplan studieren Schülerinnen und Schüler wie Lottospieler die Gewinnzahlen – der „Treffer“ wäre hier eine Freistunde... Das „Schwarze Brett“ gibt es im Gymnasium Sulingen seit langem in elektronischer Form, „wobei man für den 17-Zoll-Monitor schon fast eine Lupe brauchte“, erinnerte gestern Studiendirektor Jürgen Düker. Sponsoren ermöglichten die Anschaffung eines neuen Systems – und erfuhren beim Ortstermin, dass der Einsatz neuer Medien im Unterricht auf dem Vormarsch ist.

Insgesamt 3000 Euro schlugen für den großformatigen Flachbildschirm im Foyer und das zugehörige PC-System mit Software zu Buche. Schulleiterin Ute Lüßmann bedankte sich für die Unterstützung bei den Vertretern der Firmen, Sven Meyer (Möbelhaus „Müller & Co.“), Konrad Leymann (Konrad Leymann Bauunternehmen), der auch seinen Bruder Philipp Leymann vertrat (Leymann Baustoffe) sowie Jörn G. Nordenholz (Volksbank eG, Sulingen): „Ein weiterer Baustein für unsere Ausstattung mit elektronischen Medien, und angesichts einer Schülerzahl von 1140 und 80 Lehrkräften ein wichtiger.“ Auf einen Blick ist zu sehen, ob in einer Stunde eine Vertretungslehrkraft einspringt, ob ein Kurs in einen anderen Raum umzieht (zum Beispiel, weil dort ein Beamer zur Verfügung steht), wo eine Klausur geschrieben wird. „Wir haben auch die Möglichkeit, Zusatzinformationen darzustellen, etwa auf Veranstaltungen im Theater hinzuweisen“, erläutert Jürgen Düker. Den Stromverbrauch lässt er nicht als Kritikpunkt gelten: „Wir sparen eine Menge Papier. Drei bis vier Ausdrucke des Stundenplans am Tag, jeweils mehrere Seiten lang – in manchen Wochen kamen wir auf bis zu 500 Blatt. Das System fährt um 7 Uhr hoch und wird um 17 Uhr abgeschaltet.“ Rund um die Uhr verfügbar ist der aktuelle Vertretungsplan für die Schüler über das Internet – natürlich ohne Digitales „Schwarzes Brett“ Schreibzugriff, fügt Ute Lüßmann hinzu: „Nicht, dass jemand der ganzen Schule einen freien Vormittag spendiert...“

Mittlerweile sind alle Fachunterrichtsräume des Gymnasiums mit Beamern ausgestattet. „Und wir sind bei der ersten ‚digitalen Tafel‘ angekommen“, berichtet die Schulleiterin. Auf der kann der Lehrer mit einer Art „Stift“ schreiben, die Bewegungen werden von einem Sensor erfasst und die Schrift projiziert. „Wenn man deutlich schreibt, kann die Software den Text sogar digitalisieren“, erläutert Jürgen Düker. Oder eine vorbereitete „PowerPoint“-Präsentation auf USB-Stick, statt die Kreide quietschen zu lassen: „Die Schüler können sie anschließend über das Internet auch zuhause einsehen.“ Neue Möglichkeiten, nicht nur in naturwissenschaftlichen Fächern, so Ute Lüßmann: „Wir möchten jetzt für den Bereich Fremdsprachen einen Notebook-Pool anschaffen, so dass wir genug Geräte für einen kompletten Klassenverband haben.“ In wenigen Jahren könnte ein USB-Stick sogar die mit Büchern und Mappen vollgestopfte Schultasche ersetzen.

Stück für Stück wird „elektronisch aufgerüstet“. Keine Spielerei, verdeutlicht Jürgen Düker: „Die Technik ermöglicht, effizienter zu arbeiten – und das müssen wir, um den Lernstoff in nur noch zwölf Jahren bis zum Abitur zu vermitteln.“

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 25.02.2009

Verfasser: Timpke