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Profi-Ausrüstung im Gymnasium - Projekte „Energie und Umwelt“vorgestellt /„E.ON Avacon“ spendet Messgeräte

SULINGEN (ab) Wie ist eine Solarzelle aufgebaut? Wie funktioniert ein Osmosekraftwerk? Wie schneiden Energiesparlampen im Vergleich mit herkömmlichen Glühlampen ab? „Energie und Umwelt“ lautete erneut das Thema der

Projekte der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 am Gymnasium Sulingen, die gestern im Rahmen eines Präsentationstages vorgestellt wurden. Es war bereits der zwölfte, „diesmal liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich Elektronik“, erläuterte Jürgen Düker, Koordinator des mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldes am Gymnasium. „Es gibt zum Beispiel Versuche zur Spannungsverdopplung – wichtig für den Einsatz von Photovoltaikanlagen.“ Bei den Versuchen, die von den Schülerinnen und Schülern demonstriert und erläutert wurden, kamen auch zwei neue Mess-Systeme im Gesamtwert von 2900 Euro zum Einsatz, die die „E.ON Avacon“ AG dem Gymnasium spendete.

„Diese Mess-Interfaces zählen zu den modernsten, die man bekommen kann“, schwärmte Düker. „Sie leisten zwischen 300 und 400 Messungen pro Sekunde, die Daten lassen sich am Laptop grafisch darstellen und weiterverarbeiten.“ Versuche, die zuvor sehr zeitaufwendig waren, vereinfachen sich erheblich. „Die Bedienung klappt intuitiv, die Schüler können durch falsche Handhabung nichts kaputt machen.“ Die Systeme, von denen das Gymnasium jetzt dank der Spende insgesamt acht hat, gibt es nicht „von der Stange“, sie werden nach Auftrag gefertigt. Die Grundausstattung ist gleich, wobei das Gerät für den Fachbereich Chemie zusätzlich die Möglichkeit zur pH-Wert-Messung bietet, das für den Fachbereich Physik ist auch für Mikrovolt-Messungen geeignet.

„Leitfähigkeitsmessungen und Photometrie kommen bei der Gewässeranalytik zum Einsatz“, nannte Schulleiterin Ute Lüßmann ein Beispiel für die Anwendung des Mess-Systems der Chemiker. Hermann Karnebogen, Referent Kommunalmanagement des Versorgungsunternehmens „E.ON Avacon“, der gestern zur offiziellen Übergabe das Gymnasium besuchte, konnte es im Rahmen des Präsentationstages gleich in Aktion sehen. Schüler tauchten die Sonde in eine Trinkwasserprobe aus Varrel, der virtuelle Zeiger am Laptop zeigte 0,01 Milligramm Eisen pro Liter an – bei einer Grundwasserprobe aus Freistatt waren es 1,9 Milligramm, „es liegt an den moorigen Böden“, wussten die Schüler. Es war nicht das erste Mal, dass Karnebogen den Projektpräsentationstag am Gymnasium besuchte. Das brachte ihn auch auf die Idee für eine Spende, die den praktischen Unterricht unterstützt: „Die Dinge, die man selber entdeckt, bleiben besser im Gedächtnis haften.“

 

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 24.04.2009

Verfasser: Timpke