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Informatik: „Wir setzen auf Sieg“ - Wettbewerbs-Jury am Gymnasium

„Wir setzen nicht auf Platz, sondern auf Sieg“, sagte Dr. Fritz Hasselhorn, nachdem sich die hochrangige Kommission aus Professoren der Uni Oldenburg und Wirtschaftsvertretern verabschiedet hatte.

Die Besucher – Jurymitglieder des Wettbewerbs „Informatik und Ökonomie“ der Stiftung Nordwest (Stiftung der nordwestdeutschen Metallindustrie) – hatten sich vor Ort einen persönlichen Eindruck vom Informatikkonzept des Gymnasiums Sulingen verschafft. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Klassenstufen präsentierten der Jury den Wettbewerbsbeitrag ihrer Schule.

Unter anderem stellten Sina Witte und Maren Koyda ihre in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen entstandene Facharbeit „Tanzende Roboter“ vor, Marc Grimpo und Michael Harbarth (Schüler AG) referierten über die Entwicklung eines mit einem eigenen Sicherheitssystem ausgestatteten Netzwerks von Schülern für Schüler.

„Die meisten Mädchen lernen schnell, und so schwer ist die Thematik auch nicht“ – Dr. Ira Diethelm, Vizedirektorin des Didaktischen Zentrums der Universität Oldenburg, quittierte die Äußerung Lina Chaloub mit einem zustimmenden Nicken: Die Oberstufenschülerin stellte die Organisation des Mädchen-Informatikkurses vor, den sie und ihre Mitschülerin Ewamaria Schack als Tutorin unterstützen. Sie stehen Dr. Fritz Hasselhorn als (Hilfs-)Lehrkräfte zur Seite und ermöglichen so eine individuelle Förderung der „Einsteiger“. Schüler helfen Schülern – das Prinzip hat sich in den vergangenen drei Jahren bewährt und lockt offensichtlich auch die weibliche Schülerschaft aus der Reserve, deren Interesse an Informatik üblicherweise wenig ausgeprägt ist.

Dass sich am Gymnasium Sulingen überdurchschnittlich viele Mädchen in den Informatik-Kursen eintragen, führen Oberstudiendirektorin Ute Lüßmann und Studiendirektor Jürgen Düker auf die konsequente Vorbereitung auf die Materie in der Mittelstufe zurück: Die Basis für die spätere Spezialisierung (Wahlfach Informatik ab Klasse 10) ist der Wahlpflichtunterricht für die Klassenstufen 7, 8 und 9 mit Schwerpunkt Biologie, Chemie, Informatik und Physik: „Damit erreichen wir 30 bis 40 Prozent der Mädchen.“ Das Konzept hatte schon im Vorfeld überzeugt: Das Sulinger Gymnasium erreichte mit seiner Bewerbung die Endrunde. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Umsetzung des Konzepts in die Praxis, aber auch von der selbstbewussten und fundierten Präsentation durch die Schüler. Dr. Ing. Uwe Boeke, Ehrenvorsitzender des Arbeitgeberverbands Nordwest-Metall, lobte insbesondere die dem Konzept zugrunde liegende Nachhaltigkeit. Das Geheimnis, ob sich das Gymnasium Sulingen gegen die beiden Mitbewerber behaupten und den mit 15.000 Euro dotierten ersten Platz für sich beanspruchen kann, lüftet die Jury erst im Rahmen der Preisverleihung am 21. März in Oldenburg.

aus der Sulinger Kreiszeitung vom 15.01.2011

Verfasser: Timpke