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„Empathie für die Menschen entwickeln“ - Sozialpraktikum: Neuntklässler berichten von ihren Erfahrungen

„Uns geht es darum, in Religion und ‚Werte und Normen‘ nicht nur Unterrichtsinhalte zu vermitteln – die Schülerinnen und Schüler sollen persönlich mit behinderten, zu betreuenden oder sozial benachteiligten Menschen in Kontakt kommen, Empathie entwickeln“, nennt Heinrich Mohrmann, Fachobmann Religion am Gymnasium Sulingen, den Hintergrund des Sozialpraktikums, das seit einigen Jahren die Neuntklässler der Schule absolvieren. Diesmal arbeiteten 133 Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen in integrativen Kindergärten, in Alten- und Pflegeheimen, in Einrichtungen der Lebenshilfe – und sogar in der Bahnhofsmission in Bremen. „Wir sind den Teams der Betriebe und Einrichtungen sehr dankbar für ihre Unterstützung des Sozialpraktikums“, betont Mohrmann.

Freitag stellten die Schülerinnen und Schüler beim öffentlichen Präsentationstag die Einrichtungen vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Merle Petschulat (15) zum Beispiel, sie arbeitete auf dem „Osterheidehof“ in Bockhop, wo heiltherapeutisches Reiten angeboten wird: „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Vormittags kamen die Gruppen aus integrativen Kindergärten oder auch aus dem Sprachheilkindergarten Lindern. Ich habe den Kids in den Sattel geholfen, das Pferd longiert oder die Kinder betreut, die gerade nicht an der Reihe waren.“ Zum Teil sei es anstrengend gewesen, weil die Kinder ziemlich laut waren, „aber sie sind alle voll süß. Es war interessant zu erfahren, was das therapeutische Reiten bringt: Durch die Förderung der motorischen Fähigkeiten wird beispielsweise die Sprachvernetzung im Hirn positiv beeinflusst.“

Aus der Sulinger Kreiszeitung vom 02.07.2011

Verfasser: Timpke