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Jungwähler „löchern“ Bundestagskandidaten - Am Dienstag, 25. August, von 11.30 bis 13.15 Uhr „Open space“-Befragung durch Schüler/innen des 12. und 13. Jahrgangs

Politik aus erster Hand bietet das Gymnasium Sulingen seinen Schüler/innen des 12. und 13. Jahrgangs am Dienstag, 25. August 2008: In einer Gemeinschaftsveranstaltung mit der Volkshochschule Landkreis Diepholz kommen alle fünf Direktkandidaten von SPD, CDU, FDP, Bündnis90/Grünen und der Partei Die Linke im Wahlkreis Diepholz-Nienburg rechtzeitig vor der Bundestagswahl Ende September in die Schule, um sich auf ungewöhnliche Weise von Jungwählern befragen zu lassen. „Open space“ heißt das Konzept: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde in der Aula geht jeder Kandidat in einen anderen Raum. Die Schüler entscheiden, wer ihr Interesse geweckt hat und befragen in den nächsten anderthalb Stunden nur den oder die Politiker ihrer Wahl. Dabei können sie aber jederzeit den Raum und damit auch den Politiker wechseln.

„Auf Vorschlag der Volkshochschule haben wir uns nach unseren Erfahrungen von vor vier Jahren für dieses Verfahren entschieden, um das lästige Zwiegespräch auf dem Podium zu vermeiden“, begründet Studiendirektor Harald Focke das ungewöhnliche Konzept. „Sie können so nicht vorab erst mal die Aussagen ihrer Konkurrenten kommentieren, anstatt gleich auf die Anliegen unserer Schüler einzugehen. Die Politiker wissen ja nicht, was ihre Mitbewerber gerade sagen. Vor allem müssen sie sich mächtig anstrengen, um unsere Schüler zu fesseln. Wer sich nicht ernst genommen fühlt oder sich gar langweilt, wird bald gehen. Das zwingt zu offenen und knappen Antworten. Es gibt keinen Moderator. Die Schüler/innen haben es in der Hand, durch knackige Fragen für eine spritzige Veranstaltung zu sorgen und gleichzeitig eine Orientierung für ihre eigenen Wahlentscheidung zu bekommen.“

Die Politiklehrkräfte werden in ihrem Unterricht dafür sorgen, dass ihre Schüler/innen optimal vorbereitet in die Veranstaltung gehen. Die Themen sind nicht begrenzt – von A wie Afghanistan bis Z wie Zivildienst ist alles möglich. Es gibt in den Diskussionsräumen auch keine bestimmte Reihenfolge. Die Schüler/innen können jederzeit überall spontan fragen, was sie interessiert. „Wenn es dabei zu Wiederholungen oder Überschneidungen kommt, ist es uns das wert“, sagt Focke. „Dafür können wir auf eine lebendige Diskussion hoffen, mit der sich unsere Schüler/innen identifizieren. Uns ist der unmittelbare Kontakt zu den Kandidaten wichtig. Mal sehen, wie die sich schlagen.“

 

Die Veranstaltung beginnt für alle um 11.30 Uhr zunächst in der Aula und dauert bis ca. 13.15 Uhr. Die Raumnummern der Kandidaten werden noch genannt. Übrigens: Die Verteilung von Werbematerial jeglicher Art durch die Parteien auf dem Schulgelände ist verboten.

Verfasser: Timpke